4 Februar 2021

Verpackungsgesetz: Ökologische Ausgestaltung für den Klimaschutz

Deutscher Bundesverband der Säge- und Holzindustrie (DeSH) sieht in Holzverpackungen große Potenziale für die Reduktion von Plastikmüll und  Abfallvermeidung

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Die Förderung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ist neben der Reduktion des CO2-Ausstoßes und dem Ausbau Erneuerbarer Energien eine der zentralen Säulen der deutschen Klimapolitik. Aus Sicht des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. (DeSH) bieten Holzverpackungen große Potenziale für die Reduktion von Plastikmüll, Abfallvermeidung und Klimaschutz. Die derzeitige Novelle des Verpackungsgesetzes bleibt bei der ökologischen Fortentwicklung des Verpackungsrechts jedoch weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, mahnt der DeSH in der Verbändekonsulation an.

„Wir werden die Klimawende nur durch ein Zusammenspiel vieler Maßnahmen erreichen. Neben dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Umstellung auf einen nachhaltigen Bausektor spielt die Kreislaufwirtschaft hier eine wichtige Rolle. Wir begrüßen daher, dass die Novelle des Verpackungsgesetzes die europarechtlichen Vorgaben der Einwegkunststoffrichtlinie sowie der EU-Abfallrahmenrichtlinie zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen umsetzt und so zu mehr Klima- und Umweltschutz führt. Allerdings werden die Potenziale einer ökologischen Fortentwicklung des Verpackungsrechts im Gesetzentwurf nicht voll ausgeschöpft“, erläutert Julia Möbus, Geschäftsführerin des DeSH.

Wirksame Anreizmechanismen für ökologische Verpackungen

Konkret appeliert der DeSH an den Gesetzgeber, die Potenziale zur ökologischen Gestaltung der Beteiligungsentgelte voll auszunutzen: „Die finanzielle Privilegierung ökologischer Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen oder Rezyklaten ist die Weichenstellung für mehr Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Es ist daher bedauerlich, dass im Gesetzentwurf die Chance verpasst wird, diesen Anreiz wirksam umzusetzen“, so Möbus weiter.

Das Verpackungsgesetz schafft neben Vorgaben und Pflichten für Hersteller zum Inverkehrbringen und der Rücknahme von Verpackungen auch Möglichkeiten für die dualen Systeme, die Preise für die Sammlung und Entsorgung der Verpackungen nach ökologischen Kriterien auszugestalten. „Unser Anliegen ist eine transparente Information und Dokumentation der finanziellen Vorteile einer ökologischen Gestaltung von Verpackungen durch eine Veröffentlichungspflicht der Berichte der Dualen Systeme. Damit wird nicht nur eine transparente Bewertungsgrundlage geschaffen, sondern vor allem ein wirksamer Anreiz für die Hersteller in der Produktgestaltung sowie für die Verbraucher und Gesellschaft hin zu mehr klimafreundlichen Verpackungen gesetzt. Wir würden uns wünschen, dass dieser nächste Schritt hin zu mehr Klimaschutz und Ressourceneffizienz in den weiteren Beratungen erfolgt“, führt Möbus abschließend aus.

Die Stellungnahme des DeSH finden Sie hier.

Hintergrund

Mit der Novelle des Verpackungsgesetzes werden die Vorgaben der Richtlinie (EU) 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (Richtlinie (EU) 2019/904) sowie der Richtlinie (EU) 2018/851) im Bereich der erweiterten Herstellerverantwortung in deutsches Recht umgesetzt. Ziel der Richtlinien ist es, die Auswirkung von Kunststoffprodukten, die besonders häufig als Abfall gefunden wurden, zu verringern. Gleichzeitig wird eine weitere ökologische Fortentwicklung des Verpackungsgesetzes angestrebt.

 

Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Source: Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband, Pressemitteilung, 2020-12-04.

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