3 Dezember 2020

Covestro entwickelt nachhaltige Gießelastomer-Lösung für die Offshore-Industrie

CO2-basierte cardyon® Produkte ersetzen zum Teil fossile Rohstoffe

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Covestro bietet eine nachhaltige Gießelastomer-Lösung für die Offshore-Windkraftindustrie. Sie basiert auf einem Vorprodukt der Marke cardyon®, das CO₂ enthält. Die Elastomere zeigen die gleichen guten Eigenschaften wie Produkte auf petrochemischer Basis. © Covestro

Covestro hat eine nachhaltige Gießelastomer-Lösung entwickelt, mit der die Offshore-Industrie Auswirkungen auf die Umwelt senken und ihren Kohlenstoff-Fußabdruck reduzieren kann. Die Polyurethan-Elastomere basieren auf sogenannten Polyolen der Marke cardyon®, die CO2 enthalten, und bieten die gleiche gute Leistung wie entsprechende Elastomere auf petrochemischer Basis. Eine neue Technologie von Covestro erlaubt es, diese Vorprodukte mit einem Gewichtsanteil von bis zu 20 Prozent aus Kohlendioxid herzustellen und damit einen Teil der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe zu ersetzen. Die Entwicklung trägt dazu bei, Kohlenstoff im Kreis zu führen, und unterstreicht die Absicht von Covestro, all seine Aktivitäten auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten.

Auf der Suche nach einer nachhaltigeren Lösung für die Offshore-Industrie entschied sich das Formteilunternehmen Polarttech für ein Desmodur® Elastomersystem, das cardyon® Polyole enthält. Dieses Gießpolyurethan-Elastomer zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • Das mit diesem System hergestellte Bauteil zeigt eine sehr gute Hydrolysebeständigkeit, wie sie von einer solchen Offshore-Anwendung erwartet wird, und ist im Vergleich zu anderen Elastomeren wie Gummi länger haltbar.
  • Das Polyurethansystem ermöglicht die Herstellung von Elastomeren mit leistungsfähigen oder sogar besseren mechanischen Eigenschaften wie Zugfestigkeit und Reißfestigkeit als entsprechende konventionelle Gießpolyurethan-Systeme aus fossilen Rohstoffen.
  • Die Lösung bietet die Möglichkeit, den Kohlenstoff-Fußabdruck und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu verringern.

„Die Verwendung von CO2 in chemischen Rohstoffen ist eine bahnbrechende Innovation, die in perfektem Einklang mit unserer Vorstellung von der Kreislaufwirtschaft steht”, kommentiert Thomas Braig, Leiter von Covestro Elastomers. „Wichtig ist uns natürlich ein erfolgreicher Einsatz in der praktischen Anwendung. Wir freuen uns, wenn sich Hersteller für diese nachhaltige Lösung entscheiden, und schätzen das Vertrauen, das sie in unsere Innovationen setzen, insbesondere in unser Desmodur® Elastomersystem, das cardyon® Polyole enthält.”

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden die Qualitätsprodukte zu liefern, die sie benötigen”, fügt Arthur Brouwers, CTO von Polarttech, hinzu. „Die bei uns durchgeführten Tests bestätigten sowohl die Eigenschaftsprofile als auch die Verarbeitungsbedingungen des von Covestro entwickelten Systems.” Die neu entwickelte Lösung übertrifft das bisherige System von Polarttech in Bezug auf Belastbarkeit und Abriebfestigkeit. Außerdem ist ihre Verarbeitung dank einer langen Topfzeit und einer ausgezeichneten Ablösung beim Entformen des Teils einfacher. „Die Verwendung von cardyon® Polyol in unserem System rundet dieses Projekt ab und macht es zu einer perfekten Lösung für alle Beteiligten”, sagt Arthur Brouwers, „insbesondere für die Umwelt!”

 

Über Covestro

Mit einem Umsatz von 12,4 Milliarden Euro im Jahr 2019 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2019 rund 17.200 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Source: Covestro, Pressemitteilung, 2020-11-26.

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