9 Oktober 2020

Brettsperrholz-Elemente aus Buche maßhaltig wie Nadelholz

Neues Verbundprojekt zum Einsatz von Laubholz im konstruktiven Bereich gestartet

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Brettsperrholz-Elemente aus Buchenholz werden zur Montage vorbereitet. Quelle: HS Rottenburg/Lukas Müller

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert ein Verbundvorhaben zur Entwicklung eines neuen Baustoffes: Brettsperrholz-Elemente (BSP) aus modifiziertem Buchenholz sollen das Einsatzspektrum für Laubholz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung um den konstruktiven Bereich erweitern.

Mit ihrem aktuellen Vorhaben vertieft die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg im Verbund mit der Fachhochschule Magdeburg-Stendal ihre Arbeiten zu Brettsperrholz-Elementen (BSP) aus modifizierter Buche. In einem Modifizierungsverfahren wird das Buchenholz so optimiert, dass es sich als ebenso einsetzbar erweist wie das bislang verwendete Nadelholz.

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Brettsperrholz (BSP) aus modifiziertem Buchenholz als Rohplatte und in Form von kleinen Prüfkörpern. Quelle: HS Rottenburg/Lukas Müller

BSP-Produktionslinie für Buchenstarkholz wird konzipiert

Für die Herstellung der BSP-Elemente kommt Buchenstarkholz zum Einsatz, zudem sollen rotkerniges Buchenholz in die BSP-Fertigung integriert bzw. alternative Verwendungsmöglichkeiten für dieses Holz entwickelt und das Verfahren zur Modifizierung des Holzes optimiert werden.

Neben der Untersuchung der für die Zulassung als Bauprodukt erforderlichen technischen Eigenschaften des Produktes, etwa seiner Festigkeit, seines Brandverhaltens oder zu erwartender Emissionen, steht zudem die Konzeption und Entwicklung einer BSP-Produktionslinie für Laubholz auf der Agenda der Projektpartner. Das Vorhaben läuft bis Ende Januar 2023.

 

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Lagerung eines im Einfachschnitt aufgetrennten Stamms. Distanzleisten sorgen für eine gute Belüftung der unbesäumten Schnittware, die als Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von Massivholzprodukten dient. Quelle: HS Rottenburg/ Bertil Burian

Hintergrund:

Der naturnahe, klimaangepasste Waldbau lässt Deutschlands Laubholzvorräte stark steigen. Aktuell werden aber nur ca. 8,5 Prozent des jährlichen Laubholzaufkommens stofflich, also zur Herstellung von Holzprodukten oder zum Bauen, verwendet. Das Verbundprojekt trägt dazu bei, das Nutzungspotenzial von Laubholz zu erweitern. Die nachhaltige und klimafreundliche Nutzung von Ressourcen aus heimischen Wäldern ist eines der Ziele der vom BMEL initiierten und von der FNR koordinierten Charta für Holz 2.0.

Die FNR ist seit 1993 als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt außerdem Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung.

 

Zugehörige Dateien:

Verbundvorhaben: Brettsperrholz aus modifiziertem Buchenholz;
Teilvorhaben 1: Buchenholzmodifizierung und Brettsperrholzfertigung, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
https://www.fnr.de/index.php?id=11150&fkz=2220HV035A

Teilvorhaben 2: Untersuchung des Brandverhaltens und der Festigkeitseigenschaften
Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)
https://www.fnr.de/index.php?id=11150&fkz=2220HV035B

Vorgängerprojekt:
Verwendung von schwachem Laubholz für die Produktion von Brettsperrholz,
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
https://www.fnr.de/index.php?id=11150&fkz=22003715

 

Kontakt

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Ronny Winkelmann
Tel.: +49 3843 6930-334
E-Mail: r.winkelmann@fnr.de

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2020-09-29.

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