30 Januar 2015

Biokraftstoffe aus Ackerkulturen unentbehrlich für Tierfutter, Energie und Umwelt – Reduzierungen nicht akzeptabel

Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen warnte auf der internationalen Konferenz „Fuels of the Future 2015“ in Berlin

Biokraftstoffe aus Ackerkulturen sind unentbehrlich für Tierfutter, für die Umwelt, Arbeitsplätze und Treibstoffe. Ihre Nutzung einzuschränken sowie der Wissenschaft und Innovation den Rücken zu kehren, sei nicht akzeptabel, warnte Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen heute auf der internationalen Konferenz „Fuels of the Future 2015“ in Berlin.

„Nachdem die EU sich 2009 darauf verpflichtet hatte, die Nutzung von Biokraftstoffen aus Nutzpflanzen im Verkehrssektor anzukurbeln und zu gewährleisten, dass bis 2020 10 % der Kraftstoffe für den Transport aus erneuerbaren Quellen stammen, haben wir massiv in den Sektor investiert. Dies fördert Wachstum und Beschäftigung in den ländlichen Gebieten enorm. Nun kehrt uns die EU-Kommission den Rücken und schlägt – ohne eindeutige wissenschaftliche Nachweise zur Untermauerung – eine Halbierung dieses Wertes vor. Wir lehnen die Berichte ab, die als Grundlage für die Einführung von iLUC-Faktoren bei Mitteilungen der Kraftstoffanbieter an die Mitgliedstaaten verwendet wurden. Das für den Bericht genutzte Modell ist nicht transparent und wegen fundamentaler Datenfehler und bedeutender Methodikprobleme für eine genaue Einschätzung des Ausmaßes von Landnutzungsänderungen in Nicht-EU-Staaten und der sich daraus ergebenden Treibhausgasemissionen nicht geeignet.“

Er fuhr fort: „Es existiert nun keine klare Verpflichtung für den Sektor nach 2020, was Arbeitsplätze, Tierfutterbestände und Treibstoffe gefährdet. Die bestehenden Investitionen im Binnenmarkt sind unsicher. Die Erzeuger wurden im Regen stehen gelassen.“

„Wir können nicht hinnehmen, dass die Kommission den Mitgliedstaaten bei deren Arbeit Steine in den Weg legt, indem sie die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerkulturen einschränkt. Wie der Generalsekretär der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), José Graziano da Silva, erst Freitag sagte: “Sofern sie verantwortungsvoll entwickelt wird, kann die Biokraftstoffproduktion ein zentrales Element des notwendigen ‘Paradigmenwechsels’ in der globalen Lebensmittelproduktion sein.” “Folglich rufe ich die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die Minister der EU nachdrücklich dazu auf, bei der Einigung auf Gesetzesregelungen für die zukünftige EU-Biokraftstoffpolitik für einen höheren Wert von mindestens 8% und 2% für Biokraftstoffe der zweiten und dritten Generation bis 2020 zu optieren. Die Einbeziehung des Verkehrssektors in das europäische Emissionshandelssystem (ETS) würde die Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe und flüssige Biobrennstoffe sowie den Binnenmarkt für Kraftstoffe völlig untergraben.“

Source: Copa-Cogeca, Pressemitteilung, 2015-01-21.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email