4 Juni 2004

ZMP: Mehr Holzspanplatten erzeugt

Deutscher Verbrauch deutlich höher als 2002

Die Erzeugung von Holzspanplatten in Deutschland stieg im vergangenen Jahr um knapp neun Prozent auf insgesamt 9,59 Millionen Kubikmeter. Gleichzeitig wuchs die Einfuhr von Holzspanplatten nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um ein Prozent auf 1,37 Millionen Kubikmeter. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Österreich mit anteilig 31 Prozent, Frankreich und die Schweiz mit jeweils rund 17 Prozent und Belgien mit gut 15 Prozent. Mit Melaminharzpapieren beschichtete Holzspanplatten machten mit 515.000 Kubikmetern knapp 40 Prozent der Einfuhren aus. Auf den Import an rohen oder geschliffenen Holzspanplatten entfielen 404.000 Kubikmeter oder etwa 30 Prozent der Gesamtmenge.

Die deutschen Ausfuhren an Holzspanplatten erhöhten sich 2003 gegenüber dem Vorjahr um gut drei Prozent auf 2,60 Millionen Kubikmeter. Damit ging gut ein Viertel der inländischen Erzeugung in den Export. Die wichtigsten Bestimmungsländer waren Dänemark mit anteilig 14 Prozent, Großbritannien und die Niederlande mit jeweils gut zehn Prozent, Frankreich mit acht Prozent sowie Österreich mit gut sieben Prozent. An rohen oder geschliffenen Holzspanplatten wurden mit 1,22 Millionen Kubikmetern knapp zwei Prozent weniger ausgeführt, doch konnte damit das Niveau des Vorjahres, als diese Exporte erstmals die Millionengrenze überstiegen, annähernd gehalten werden. Die Ausfuhr von beschichteten Holzspanplatten (Melaminharzpapiere) erreichte mit 760.000 Millionen Kubikmetern fast die gleiche Menge wie 2002. Die Lieferungen anderer Spanplatten legten deutlich zu und erreichten 413.000 Kubikmeter.

Der rechnerische Verbrauch an Holzspanplatten – Produktion plus Einfuhr minus Ausfuhr – lag mit 8,36 Millionen Kubikmetern um gut neun Prozent höher als im Vorjahr, blieb damit aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Verfügbarkeit an einheimischer Ware sank 2003 um zwei Prozent auf 6,99 Millionen Kubikmeter. Der Einfuhranteil am Verbrauch lag somit bei gut 16 Prozent.

Source: ZMP-Nachrichten vom 2004-06-04.

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