30 März 2004

ZMP: Getreide- und Ölsaatenmarkt im April

An den Getreide- und Ölsaatenmärkten in Deutschland wie auch EU-weit haben nun wieder Ernte- und Angebotsprognosen für das Wirtschaftsjahr 2004/05 Konjunktur. Bisherige Schätzungen lassen auf einen kräftigen Anstieg der Getreideerzeugung schließen. Sollte sich diese Annahme verdichten, wären Preisschwächen zu erwarten. Raps ist wegen des hohen Nachfrageüberschusses davon kaum berührt.

Warten auf das Angebot aus Südamerika
Bei den Ölsaaten konzentriert sich das Angebot inzwischen vollständig auf Importherkünfte. Im Sojasektor hoffen alle Marktbeteiligten auf bald zunehmende Lieferungen aus den nach wie vor hoch veranschlagten Ernten der südamerikanischen Exportländer.

Weiterhin von großer Marktbedeutung sind neben der Erntespekulation auch die Währungsrelationen. Ein schwacher Dollar begünstigt die Importe, die andererseits aus Übersee durch hohe Frachtkosten verteuert werden.

Bei den Ölsaaten stehen die Zeichen gegenwärtig eindeutig auf Hausse, ausgehend von den US-Terminmärkten. Dies verunsichert bei uns die Einkäufer, denn mit den hohen Ernteprognosen für die Sojaexportländer Südamerikas hatten sie eigentlich Preisrückgang angenommen. Nun scheinen sich frühere Schätzungen der Sojaernten nicht ganz zu bestätigen, weitere Korrekturen werden somit je nach Richtung ihre Preiswirkung entwickeln.

Für Raps und Futterhülsenfrüchte sind höhere Notierungen als vor Jahresfrist absehbar.

Source: ZMP-News vom 2004-03-26.

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