8 April 2004

Zitronenpfeffer vertreibt Wühlmäuse

Extrakt könnte Nutzpflanzen auch vor anderen Fressfeinden schützen

Wie das amerikanische Forscherteam um Gisela Epple vom Monell-Zentrum für chemische Sinne in der Fachzeitschrift Pest Management Science (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1002/ps886) berichten, hat sich heraus gestellt, dass Pflanzen, die mit einem Extrakt aus Zitronenpfeffer (Zanthoxylum piperitum) eingesprüht wurden, von Wühlmäusen gemieden werden.

Die Wissenschaftler testeten die Wirkung des auch Anispfeffer genannten Gewürzes auf die Mäuse, indem sie ihnen zunächst mit dem Extrakt getränkte Haferflockenkekse und solche ohne anboten. Die Tiere nahmen jedoch lediglich die unbehandelten Happen an, während sie sogar Kekse ablehnten, die nur in der Nähe des ätherischen Extraktes gelegen hatten.

Die Forscher vermuten, dass ein Inhaltsstoff des Auszugs die Schmerzrezeptoren der Nager speziell in Nase, Maul und Augen stimuliert und sie damit auf Distanz hält. Diese Wirkung wird auch von dem in Chilipfeffer enthaltenen Capsaicin berichtet, welches aber auch andere Nerven stimuliert und nicht alle Tiere vom Fraß abhält. Mit dem Zitronenpfeffer-Extrakt hoffen die Forscher nun, ein Umwelt schonendes Mittel entdeckt zu haben, welches evtl. auch andere schädliche Tiere von Nutzpflanzen fern hält.

Source: www.wissenschaft.de vom 2004-04-07.

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