18 März 2010

Zertifizierungsstellen für Nachhaltigkeits-Zertifizierung von Biokraftstoffen und Biostrom vorläufig zugelassen

Bundesregierung setzt mit diesen Schritten europäische Anforderungen in deutsches Recht um

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat bis Ende Februar insgesamt sechs Zertifizierungsstellen vorläufig anerkannt, die künftig Zertifizierungen nach dem “International Sustainability and Carbon Certification” (ISCC)-System durchführen dürfen.

Diese Stellen sind:

  • DQS GmbH, Frankfurt am Main,
  • Global-Creative-Energy-GmH, Berlin,
  • GUTCert mbH, Berlin,
  • PCU GmbH, Berlin,
  • SGS Germany GmbH, Emstek,
  • TÜV Süd Industrie Service GmbH, München.

ISCC war bereits im Januar 2010 von der BLE als erstes System zum Nachhaltigkeits-Nachweis für flüssige Biobrennstoffe und Biokraftstoffe vorläufig anerkannt worden. Seit 2006 wurde ISCC mit Unterstützung des BMELV über die FNR entwickelt und erprobt.

Die Bundesregierung setzt mit diesen Schritten europäische Anforderungen in deutsches Recht um: Laut der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RL 2009/28/EG) und der deutschen Biostrom- und Biokraftstoff-Nachhaltigkeits-Verordnung dürfen Strom und Kraftstoffe aus Biomasse künftig nur noch nachhaltig erzeugt und genutzt werden. Dazu zählt zum Beispiel eine Treibhausgasminderung von mindestens 35 Prozent (ab 2017 50%; ab 2018 60%) gegenüber der Verwendung fossiler Energieträger und die Nicht-Zerstörung schützenswerter Flächen wie Urwälder, Feuchtgebiete und Savannen mit hoher biologischer Vielfalt.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Pressemitteilung, 2010-03-05.

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