6 Oktober 2003

WWF WOOD GROUP wächst: Auch Obi, Hornbach und Bahr Baumarkt setzen auf FSC

3LogosEndlich können sich Verbraucher in Deutschland beim Holzkauf bewusst gegen Produkte aus illegalem Einschlag und Raubbau an Urwäldern entscheiden. Obi, Hornbach und Bahr Baumarkt sind neue Mitglieder der WWF WOOD GROUP, die sich aktiv für den Handel mit Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft einsetzt.

Flächen deckend werden Obi (345 Märkte in Deutschland), Hornbach (80 Märkte) und Bahr Baumarkt (77 Märkte) vermehrt Produkte in ihr Sortiment aufnehmen, die nach den Kriterien des FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert sind. Dazu WWF-Forstreferent Johannes Zahnen: “Wenn die Wälder der Erde könnten, würden sie heute ein Fest feiern. Diese Entscheidung führender Baumärkte ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Wald- und Holzwirtschaft.”

Die WWF WOOD GROUP war im Februar mit sieben mittelständischen Unternehmen und dem Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) gegründet worden. Größere Möbelmärkte, Einrichtungshäuser und Baumärkte konnten sich damals noch nicht für den Kampf gegen den Raubbau an den Wäldern entscheiden.

Vor diesem Hintergrund stellt die Entscheidung der drei Neumitglieder einen echten Durchbruch dar. Zahnen: “Es besteht nun Anlass zu der Hoffnung, dass sich auch andere Großunternehmen ihrer Verantwortung stellen. Obi, Hornbach und Bahr Baumarkt sind durch ihren Beitritt zur WWF WOOD GROUP die ökologischen Vorreiter im Bereich Holz geworden. Ihr Schritt muss für andere Firmen Signalwirkung haben.”

Der WWF begrüßt, dass Heimwerker auf der Suche nach FSC-zertifizierten Holzprodukten nun auch im Baumarkt um die Ecke fündig werden. Wie revolutionär diese Entwicklung ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des WWF in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Hundert deutsche Firmen waren gefragt worden, ob sie FSC-zertifizierte Produkte anbieten. 70 antworteten nicht oder lehnten eine Antwort sogar ausdrücklich ab. Die übrigen 30 führen in der Mehrzahl bereits eine Auswahl an FSC-Produkten.

Aber nur fünf dieser Firmen konnten ausschließen, dass der restliche Teil ihres Sortiments frei von illegalem Holz oder von Holz aus Urwäldern ist. Zahnen: “Gerade für große Unternehmen mit komplexen Beschaffungsstrukturen stellt es eine ungeheure Herausforderung dar, ihr Angebot sauber zu halten. Obi, Hornbach und Bahr Baumarkt entwickeln jedoch umfassende Aktionspläne, um genau dies zu erreichen.”

Da der Raubbau an den Wäldern unvermindert weitergeht, fordert der WWF alle deutschen Unternehmen der Holz-, Papier-, und Möbelbranche auf, sich an den Mitgliedern der WWF WOOD GROUP ein Beispiel zu nehmen. Die Umweltorganisation unterstützt FSC als derzeit einziges internationales Zertifizierungssystem, dessen Vorgaben eine ökologisch ausgewogene, sozial verträgliche und ökonomisch sinnvolle Waldwirtschaft garantieren.

Kontakt:
Christian Teriete, Pressestelle, WWF Deutschland,
Tel.: 069-79144-216,
E-Mail: teriete@wwf.de
Johannes Zahnen, Referent Forstwirtschaft, WWF Deutschland,
Tel.: 069-79144-194

WWF Deutschland
Rebstöcker Straße 55
60326 Frankfurt

(Vgl. Meldung vom 2003-02-26.)

Source: WWF-Pressemitteilung vom 2003-09-29.

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