8 Mai 2009

Wotan-Gruppe plant kombiniertes Biomassekraftwerk und Pelletfabrik

Mischpellets aus Holz und Igniscum sollen Kosten sparen

Bach Angaben des Vogtland-Anzeigers plant die schleswig-holsteinische Windpark Wotan Betriebs- und Verwaltungs GmbH im den Bau einer Pelletfabrik im Gewerbegebiet Auerbach-West/Rebesgrün. Aus Biomasse sollen in zwei Brennern je 11,4 Megawatt Wärmeenergie erzeugt werden, 3,4 Megawatt Strom werden über Turbinen ins Netz gespeist. Die Abwärme wird zur Herstellung der Pellets genutzt. In den ersten drei Jahren sollen ohne chemische Zusätze nur Holzhackschnitzel verarbeitet werden.

Die Wotan-Gruppe hat zu diesem Zweck eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern gekauft und investiert nach der Grundsteinlegung im September in der ersten Phase 35 Millionen Euro und schafft 35 Arbeitsplätze. Weitere zehn Millionen Euro und zehn Arbeitsplätze werden folgen. Ende 2010 soll das Werk in eine dreimonatige Probelaufphase gehen, so dass im Frühjahr 2011 mit voller Produktion gerechnet wird. In Anbetracht eines weltweit steigenden Rohstoffbedarfs und einer Verknappung der Ressourcen ist die Wotan-Gruppe seit Jahren auf der Suche nach Alternativen. Investitionen wurden insbesondere im Bereich Windkraft, Biomasse, Biogas und Solarenergie getätigt.

Parallel dazu sollen acht Hektar der Fläche mit Igniscum bebaut werden. Die Pflanze bringt einen äußerst hohen Massenertrag, eignet sich für alle Böden, übersteht auch Dürreperioden und besitzt einen hohen Energiegehalt. Im dritten Jahr erreicht Igniscum, welches mehr als 20 Jahre alt werden kann, den höchsten Ertrag. Somit ist parallel zum Heranwachsen der Pflanze die Herstellung von Mischpellets geplant. Die Firma besitzt bereits auch Erfahrungen mit reinen Igniscum-Pellets aus dem Betrieb in Herzberg. Der Geschäftsführer schätzte ein, dass das Heizen mit Holzpellets etwa halb so teuer sei als mit herkömmlichem Material. Etwa zwei Drittel der Gewerbefläche dienen der Logistik, ein Drittel der Produktion. Eine Ausbildungswerkstatt, Forschungs- und Entwicklungsräume sowie Kunden- und Vorführräume finden Platz.

Source: Vogtland-Anzeiger, 2009-05-05.

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