7 Juni 2007

Woche der Umwelt: Wirtschaftsforum ecosense präsentiert Position zu NaWaRo

Pflanzenstärke aus Kartoffeln, Öl aus Raps, Rübenzucker für Biokunststoffe – das Forum für Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft (Econsense) stellte während der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten nachwachsenden Rohstoffe in den Mittelpunkt ihres Fachforums. Insgesamt präsentierten am 5. und 6. Juni 2007 im Park von Schloss Bellevue in Berlin 187 Unternehmen und Institutionen innovative Umweltschutztechnologien und –projekte vor knapp 12.000 Gästen.

0706-woche-der-umwelt.jpgOb die Stoffe “eierlegenden Wollmilchsäue” der Zukunft seien, fragte der Vorstandsvorsitzende von Econsense, Reinhold Kopp. Für die Automobilindustrie seien nachwachsende Rohstoffe als Energielieferanten eine “echte Alternative”, meinte Dr. Gerhard Prätorius von Volkswagen. Sie seien kompatibel zur herkömmlichen Motortechnik und zur Infrastruktur. Allerdings befinde sich die Autoindustrie in einem “Suchprozess”. Vor allem Rohstoffe der so genannten zweiten Generation wie Getreidereste hätten großes Potenzial.

Bevor aber die weltweite Nachfrage noch weiter ansteigt, müssen wir internationale Regeln schaffen”, betonte Christian Hochfeld vom Öko-Institut. Welche Flächen international genutzt werden dürften oder inwiefern die Lebensmittelproduktion Vorrang habe – das müsse dringend geklärt werden. Außerdem sei es wichtig, auf die Ökobilanz der einzelnen Rohstoffe zu achten. “Palmöl verliert etwa im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen”, so Hochfeld. Bei der Verarbeitung des Öls werde mehr Kohlendioxid freigesetzt als etwa beim Erdöl.

Über Econsense
Econsense ist ein branchenübergreifendes Netzwerk von 23 führenden, global tätigen Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft, die gemeinsam die Zukunft nachhaltigen Wirtschaftens und gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung gestalten möchten. Das Netzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gegründet.

Mitglieder: Allianz, BASF, Bayer, BMW Group, Bosch, DaimlerChrysler, Degussa, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, EnBW, E.ON, HeidelbergCement, Lufthansa, RAG, RWE, SAP, Siemens, Tetra Pak, ThyssenKrupp, TUI, VCI, Volkswagen.

Weitere Informationen
Im Rahmen der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten veröffentlicht Econsense zwei neue Beiträge zur Debatte um nachwachsende Rohstoffe:

(Vgl. Nachrichten vom 2007-05-25 und 2007-03-13.)

Source: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Pressemitteilung, 2007-06-06 und Econsense, 2007-06

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