6 Dezember 2002

Weltweiter Produktionsrückgang bei Mais

Im laufenden Wirtschaftsjahr 2002/03 hat eine deutlich kleinere Maisernte in den USA zu einem weltweiten Produktionsrückgang geführt. Dem steht ein zum Vorjahr unverändert hoher Verbrauch von ca. 620 Mio. t gegenüber, so dass die weltweiten Lagerbestände an Mais bis zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres 2002/03 erstmals seit fast 20 Jahren wieder unter die Marke von 100 Mio. t fallen werden.

Dies sind die wesentlichen Aussagen von Dr. Klaus-Dieter Schumacher, Alfred C. Toepfer International GmbH, Hamburg in seinem Vortrag über internationale Märkte für Mais auf der 46. DMK-Jahrestagung 2002 in Kiel.

Nach letzten Schätzungen werden in 2002/03 weltweit voraussichtlich nur 590 Mio. t Mais geerntet werden; im Vergleich zum Vorjahr geht die Erzeugung damit um gut 6 Mio. t bzw. 1% zurück. In den USA wurde zur diesjährigen Ernte die Anbaufläche zwar um rund 2,5% ausgedehnt, aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen blieben die Erträge allerdings stark hinter denen des Vorjahres zurück und erreichten voraussichtlich nur etwa 229 Mio. t, während es im Vorjahr noch 241 Mio. t und im Durchschnitt der letzten vier Jahre 245 Mio. t waren. Auch wurden in diesem Jahr durchschnittlich nur 80 dt/ha geerntet im Vergleich zu knapp 87 dt/ha im Vorjahr.

Aufgrund dieses Produktionsrückganges ist in den USA mit einem kräftigen Abbau der Bestände zu rechnen, zumal der Verbrauch im Inland nur unwesentlich geringer als im Vorjahr ausfallen dürfte.

Der Produktionsrückgang in den USA hat einen Anstieg der internationalen Preise für Mais nach sich gezogen, so Schumacher. Mittlerweile seien die Erwartungen an weitere Preissteigerungen für Mais allerdings wieder deutlich gedämpft worden. Ursachen dafür seien sowohl der stagnierende Welthandel mit Mais in 2002/03 infolge der angespannten weltwirtschaftlichen Situation als auch die größere Verfügbarkeit von Futterweizen auf dem Weltmarkt, insbesondere aus der Ukraine und aus Russland. Zum anderen bleibe China auch in diesem Wirtschaftsjahr aufgrund einer erneut sehr guten Ernte und unverändert hoher Lagerbestände ein bedeutender Exporteur von Mais.

© DMK 2002

(Vgl. Meldung vom 2002-11-07.)

Source: Pressemitteilung des Deutschen Maiskomitees vom 2002-12-03.

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