19 April 2001

Weiterer Rückgang des Hanfanbaus?

In seinem neuestem “Fachinformationsblatt Faserpflanzen 02/2001″ schreibt der Deutsche Naturfaserverband (DNV), dass die Anbaufläche für Hanf und Flachs in Deutschland voraussichtlich weiter zurückgehen wird. Nach ca. 4.000 ha (Hanf) bzw. 550 ha (Flachs) im Jahr 1999 und ca. 3.000 ha (Hanf) bzw. 400 ha (Flachs) im Jahr 2000 erwartet der DNV nach Auskunft befragter Unternehmer dieses Jahr nur noch eine Anbaufläche von etwa 2.000 ha für Hanf und Flachs zusammen. Mit einer ähnlich zurückhaltenden Prognose äußerte sich auf DNV-Nachfrage die BLE in Frankfurt.

Als Grund für die Entwicklung werden zum einen die Verunsicherung der Landwirte aus zurückliegenden Verhandlungen um die EU-Verordnungen 1672 und 1673/2000 und insbesondere der Rückgang der Beihilfe genannt.

Offizielle Zahlen liegen dieses Jahr später vor als gewohnt, da Flachs und Hanf nun erstmalig in die Gemeinsame Marktordnung aufgenommen wurden und damit die Bundesländer die Durchführung der Formalitäten übernommen haben.

Ein weiterer Rückschlag für die Naturfaserwirtschaft ergibt sich aus der Insolvenz der UEC GmbH Niederpöllnitz aus Thüringen, womit die Arbeiten zum Aufbau einer mobilen Aufbereitungsanlage eingestellt werden mussten. Die Firma Ariadne GmbH (Ettlingen) plant die Weiterentwicklung der Technologie, für die bereits eine Reihe von Anfragen vorliegen sollen.

Erfreulich ist hingegen, dass die Firma Wittrock die Entwicklung der mobilen Hanfaufbereitungsanlage HC 32 abgeschlossen hat. Die Auftrennung des gerösteten Strohs in Fasern und Schäben erfolgt direkt am Feldrand, Fasern und Schäben werden über Container abgefahren. Nähere Informationen bei Wittrock Landtechnik, Herr Heyers, Tel.: 04964-9160-0.

Autor & Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Fachinformationsblatt Faserpflanzen 02/2001, www.naturfaserverband.de.

Source: Fachinformationsblatt Faserpflanzen 02/2001, www.naturfaserverband.de.

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