12 September 2002

Wasserstoff aus Erdnussschalen

Abfälle aus Land- und Forstwirtschaft könnten Kohlenstoffüberschüsse binden

In einem hundert Stunden dauernden Großexperiment konnten Wissenschaftler von der Clark Atlanta University, dem Georgia Institute of Technology und dem National Renewable Energy Laboratory jüngst bestätigen, dass sich Erdnussschalen zur Wasserstoff-Produktion eignen. Pro Stunde konnte ein Zentner Schalen in Wasserstoff umgewandelt werden, der als Null-Emissions-Brennstoff gilt.

Über diese so genannte Biomasse-Konversion wurde zudem Kohlenstoff frei gesetzt, der sich in dieser Form als Langzeit-Speicher für Stickstoff eignet, eine Voraussetzung für ein Düngemittel. In den Boden eingebracht, wird der Stickstoff langsam abgegeben, während der Kohlenstoff im Boden verbleibt, wo er nach Mitteilungen der Forscher giftige Chemikalien wie z.B. Pestizide bindet und damit eine Grundwasser-Kontamination verhindere.

Danny Day, der Präsident der auch an dem Projekt beteiligten Scientific Carbons, ist zudem optimistisch, dass die Biomasse-Konversion das Klima retten kann: “Nur ein kleiner Anteil der weltweiten Land- und Forstwirtschaftsabfälle würde genügen, um den Kohlenstoff zu binden, der sich in der Atmosphäre anreichert.”

(Vgl. Meldung vom 2001-01-24.)

Source: bild der wissenschaft online vom 2002-09-11.

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