29 Oktober 2014

Wärmedämmstoff Baustroh unschlagbar umweltfreundlich

Europaweit erste Umweltproduktdeklaration für Baustroh als Wärmedämmstoff

Am 16. Oktober wurde in Brüssel die Umweltproduktdeklaration (EPD) für den Wärmedämmstoff Baustroh von der europäischen ECO-Platform an den Fachverband Strohballenbau e.V. (FASBA) übergeben. Die von der österreichischen Bau EPD GmbH ausgegebene EPD und die zu Grunde liegende Ökobilanz des Baustoffs, erstellt vom österreichischen Institut für Bauen und Ökologie, wurde von unabhängiger Stelle extern verifiziert. Die Erstellung der EPD erfolgte im Rahmen des Projektes „Strohbau 2012 – 2013 Erweiterte Zulassung, Qualitätssicherung und Strohbaurichtlinie“ (Förderkennzeichen 22015511), das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert wurde.

Baustroh wird aus jährlich in der Landwirtschaft nachwachsendem, naturbelassenem Getreidestroh hergestellt. Durch das besonders einfache Herstellungsverfahren und die pflanzentypische Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ist Baustroh besonders umweltfreundlich.

Benedikt Kaesberg vom Hersteller Baustroh GmbH ist stolz: „Nachdem wir in diesem Jahr bereits eine sehr weitreichende bauaufsichtliche Anerkennung unseres Wärmedämmstoffs erreichen konnten, ist Baustroh jetzt bundesweit der erste jährlich nachwachsende pflanzliche Naturdämmstoff mit anerkannt ausgewiesenen Umwelteigenschaften.“

Architekt Dirk Scharmer vom Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. (FASBA), dem Inhaber der bauaufsichtlichen Zulassung von Baustroh, freut sich, nun endlich auch offiziell die großen Umweltvorteile der Strohbauweise berechnen zu können: „Baustroh weist den niedrigsten Herstellungsenergiebedarf aller zugelassenen Wärmedämmstoffe bei gleichzeitig sehr hoher CO2-Speicherfähigkeit auf. Verglichen mit einem herkömmlichen Gebäude belastet ein Gebäude in Holzbauweise, das mit Stroh gedämmt ist, durch die CO2-Speicherung in Holz und Stroh die Atmosphäre mit ca. 60 Tonnen weniger klimaschädlichen CO2-Emissionen – dies entspricht umgerechnet etwa 400.000 km Autofahren.“ Durch die nun vorliegenden unabhängigen EPD-Zahlen sind diese einmaligen Vorteile jetzt für jeden transparent nachvollziehbar und innerhalb von Gebäudebilanzierungen berechenbar.

Umweltproduktdeklarationen weisen in standardisierter Form (ISO 14025 und EN 15804) die Umweltwirkungen und Ressourcenbedarfe von Baustoffen über den gesamten Lebenszyklus aus – von der Wiege bis zur Bahre. Die Baustroh-EPD steht unter www.bau-epd.at/de/alle-epds/ auch für die hiesigen Nachhaltigkeitszertifizierungen nach DGNB und BNB zur Verfügung.

 

Hintergrund:

Die Abkürzung EPD steht für Environmental Product Declaration, deutsch Umweltproduktdeklaration. Eine EPD weist die Umweltwirkungen und Ressourcenbedarfe des Bauprodukts in Form von Zahlen aus. EPDs ermöglichen die objektive Erstellung von ökologischen Gebäudebewertungen und vergleichende Betrachtungen auf Bauteilebene. Sie ersetzen nicht gängige Gütesiegel wie Blauer Engel oder natureplus.

 

Kontakt Baustroh:

Benedikt Kaesberg
Mobil: +49 171 9987171
E-Mail: info@baustroh.de

Kontakt Ökobilanzierung:

Dirk Scharmer
Mobil: +49 1577 8942504
E-Mail: ds@fasba.de

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2014-10-22.

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