1 Dezember 2009

Waldzustand in Niedersachsen blieb 2009 stabil

Aber Waldbesitzer müssen sich für den Klimawandel rüsten

“Der Gesundheitszustand des Waldes ist im Jahr 2009 stabil geblieben”, verkündete Niedersachsens Forstminister Hans-Heinrich Ehlen, als er den druckfrischen Waldzustandsbericht 2009 in Hannover vorstellte. “Vom Waldsterben und vom sauren Regen redet heute niemand mehr. Dennoch dürfen wir in der Luftreinhaltung trotz großer Fortschritte nicht nachlassen”, sagte Minister Ehlen.

Das Nadel- und Blattwerk der Hauptbaumarten Buche, Eiche und Fichte ist mit rund 30 Prozent etwa auf dem Niveau der Vorjahre verlichtet, die ältere Kiefer schneidet besser ab. Schadstoffe, vor allem hohe Stickstoffeinträge, setzen den Waldbäumen zu und schwächen ihre Widerstandskraft und Vitalität.

“Die Waldbesitzer müssen sich zusätzlich auf die Folgen des Klimawandels einstellen, vor allem auf steigende Temperaturen und weniger Regen im Sommerhalbjahr”, sagte Minister Ehlen voraus. Besonders für die flach wurzelnde Fichte könnten sich die Wuchsbedingungen spürbar verschlechtern, wenn sich die Klima-Modellrechnungen erfüllen und der Boden in der Vegetationszeit trockener bleibt.

Weil Bäume uralt werden können, werten die Wissenschaftler der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen schon jetzt Szenarien für die Periode 2041 bis 2050 aus. “Wir sind dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert”, ist sich Minister Ehlen sicher. “Die forstwissenschaftlichen Spezialisten der NW-FVA stehen den Waldbesitzern mit Anbauempfehlungen und waldbaulichen Konzepten zur Seite. Damit leisten Forschung und Politik einen unverzichtbaren Beitrag zur forstlichen Beratung und Risikovorsorge.”

Weitere Informationen
Waldzustandsberichts 2009

Source: Europaticker, 2009-12-01.

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