26 Januar 2007

Wald- und Holzcluster kann wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung ländlicher Räume leisten

Dr. Paziorek betont großes Potenzial unserer Wälder zur Rohstoff- und Energieversorgung

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Dr. Paziorek, konnte sich als Schirmherr der 2. Tagung “Cluster Wald und Holz” des Waldzentrums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster über eine gelungene Veranstaltung freuen. In den sachkundigen Beiträgen der Referenten aus dem In- und Ausland zeigte sich die Aktualität der Clusterdiskussion. Deutlich wurde, welche großen Potenziale im Wald stecken – sowohl zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Forst- und Holzsektors insgesamt als auch zur Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung im ländlichen Raum.

Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Umso wichtiger sei es, die verfügbaren Ressourcen im Rahmen nachhaltiger Bewirtschaftung konsequent und effektiv zu nutzen. Holz spiele dabei nicht nur mengenmäßig eine herausragende Rolle. Es sei auch beispielgebend dafür, wie modernes Rohstoffmanagement im Rahmen einer abfallarmen Kreislaufwirtschaft mit ökologischen Anforderungen in Einklang zu bringen sei, betonte Dr. Paziorek.

Gezieltes Clustermanagement erstreckt sich von der Rohstoffmobilisierung bis hin zum Angebot innovativer Holzprodukte über die gesamte Prozesskette und erfordert daher eine strategische Kooperation aller beteiligten Wirtschaftssektoren. Eine unverzichtbare Grundlage ist das Wissen um die nachhaltig verfügbaren Holzpotenziale, wozu die Bundeswaldinventuren entscheidende Erkenntnisse beigetragen haben.

Die Bundesregierung unterstützt die Wirtschaft auch durch die Erarbeitung einer differenzierten bundesweiten Clusterstudie, um noch bessere Erkenntnisse für forstpolitische Weichenstellungen und für Investitionsentscheidungen zu erhalten. Erste wichtige Teilergebnisse der Studie, z.B. zur regionalen Holzpotenzialabschätzung, wurden im Sommer 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Resultate der laufenden Struktur- und Marktanalyse in der Holzbearbeitung werden in Kürze vorliegen. Anschließend folgt als letztes Teilprojekt eine Stärken- und Schwächenanalyse der Forst- und Holzbranche mit einem internationalen Vergleich. Dabei werden volkswirtschaftliche Kenndaten und die Mobilisierung von Holz sehr differenziert untersucht. Dieser Teil wird voraussichtlich Mitte 2007 abgeschlossen sein.

(Vgl. Meldungen vom 2006-12-06, 2006-07-07 und 2006-01-17.)

Source: BMELV-Informationen, 2007-01-26.

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