14 Oktober 2004

Wärme aus Holz spart Treibstoff für Mobilität

Der verstärkte Einsatz von Holz kann dazu beitragen, die Lage auf dem Treibstoffmarkt zu entspannen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller im Vorfeld der internationalen Kongressmesse “IHE HolzEnergie 2004” in Augsburg sagte, muss dazu der Bioenergieträger Holz jedoch nicht aufwändig in Dieselkraftstoff umgewandelt werden: “Jede Tonne Heizöl, die durch den Einsatz von Holz in modernen Feuerungsanlagen ersetzt wird, steht als Dieselkraftstoff für den Verkehrsbereich zur Verfügung.” Denn zum Dieselkraftstoffverbrauch von rund 28 Millionen Tonnen pro Jahr in Deutschland komme eine gleich hohe Menge an Heizölverbrauch hinzu. Zur Verwendung im künftigen Energiemix steht laut Miller ausreichend Holz zur Verfügung: Immerhin könnte in Bayern jeder Einwohner pro Jahr etwa 2,6 Kubikmeter Holz aus heimischen Wäldern nutzen, tatsächlich sind es derzeit lediglich 1,2 Kubikmeter. Und jede Sekunde wächst im Freistaat ein Kubikmeter Holz nach.

Absolute Priorität hat die Holzenergie nach den Worten des Ministers im Wärmebereich: “Jeder Bioenergieträger muss dort eingesetzt werden, wo er seine Stärken ausspielen kann.” Moderne Holzfeuerungen wie beispielsweise Pelletheizungen arbeiten mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Miller: “Holz ist als Bioenergieträger in der Wärmeanwendung unschlagbar.” Solange Heizöl noch einfach verbrannt werde, sei eine großtechnische Umwandlung von Holz zu Kraftstoffen mit aufwändiger Verfahrenstechnik und geringem Wirkungsgrad nicht zu rechtfertigen. “Mit Holz heizen und mit Diesel fahren” – auf diesen Nenner brachte der Minister die sinnvolle und effiziente Nutzung des natürlichen Brennstoffs aus dem heimischen Wald.

Die “IHE HolzEnergie 2004″ findet vom 21. bis zum 24. Oktober im Messe-Zentrum Augsburg statt. (Vgl. Veranstaltungshinweise vom 2004-10-21 und 2004-10-21.)

Source: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten vom 2004-10-14.

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