5 Oktober 2006

Wachstumsmarkt Biomasse

Biomasse ist ein Wachstumsmarkt, der für die bayerische Land- und Forstwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. “Die Nachwachsenden Rohstoffe haben ihre Möglichkeiten als Energieträger und in stofflicher Nutzung noch lange nicht ausgereizt”, sagte Minister Josef Miller in Sauerlach, wo sich der für Energiefragen zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs über den praktischen Einsatz von Biomasse informierte.

Im Biomasseheizkraftwerk in Sauerlach besichtigte Piebalgs eine Anlage mit innovativer Turbinentechnik. Die europäische Kommission teilt die optimistischen Erwartungen des Freistaats: Mit ihrem Aktionsplan für Biomasse stuft sie diesen Primärenergieträger als wichtige erneuerbare Energiequelle mit großem Entwicklungspotential ein.

Laut Miller bestätigt diese Einschätzung die Richtigkeit des Wegs, den Bayern bereits frühzeitig eingeschlagen hat. Im Freistaat werden derzeit vier Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs aus Biomasse erzeugt. Dadurch werden pro Jahr 2,3 Milliarden Liter Heizöl ersetzt und rund sechs Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden.

Biomasse ist in Bayern noch vor der Wasserkraft der bedeutendste regenerative Energieträger. Miller: “Kraftstoffe, Strom und Wärme aus Wald, Feld und Stall haben Zukunft.” Die vermehrte Nutzung von Biomasse schont nach Aussage des Ministers die fossilen Rohstoffe, verbessere das Klima und stärke die ländlichen Regionen. Denn ihr Einsatz biete der Land- und Forstwirtschaft eine Chance, ihr Einkommen zu erweitern.

Im Freistaat sind bereits rund 260 geförderte Biomasseheizwerke und ungefähr 1.300 Biogasbetriebe mit einer Produktionskapazität von etwa 155.000 Jahrestonnen Biodiesel entstanden. “Unser erklärtes Ziel ist es, den Einsatz von Biomasse weiter konsequent zu steigern”, so der Minister.

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2006-10-05.

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