27 Januar 2010

Von der Natur lernen

2. Biopolymer-Kolloquium in Potsdam-Golm zeigt Wege zu neuen Werkstoffen

Themenvielfalt und ein internationales Publikum bot das 2. Biopolymerkolloquium des Fraunhofer-Institutes für Angewandte Polymerforschung IAP am 26.1.2010 in Potsdam-Golm.

Der große Seminarrraum im Fraunhofer IAP war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als Institutsleiter Prof. Dr. Hans-Peter Fink die gut 80 Teilnehmer zum 2. Biopolymerkolloquium begrüßte. Der Einladung zum Wissensaustausch waren vor allem Wissenschaftler und Studenten aus regionalen und überregionalen Forschungseinrichtungen, aber auch einige Unternehmer aus dem Umland, gefolgt. Sie alle vereinte an diesem Nachmittag das Interesse an der Entwicklung von Biopolymeren auf der Basis nachwachsender Rohstoffe.

Die zum Teil sogar aus Australien, Bulgarien, Polen oder der Schweiz angereisten Teilnehmer verbreiteten internationales Flair und unterstrichen damit auch die globale Bedeutung der Thematik.

In seinem Eröffnungsbeitrag gab Prof. Fink einen kurzen Überblick über Biopolymere und die aktuellen Forschungsaktivitäten dazu am Institut. In den darauf folgenden fünf spannenden, zum Teil sehr kurzweiligen Beiträgen wurde die große Themenvielfalt deutlich, welche die Natur für die Entwicklung innovativer Materialien bereithält.

Ob funktionelle Cellulosefasern für Textilien, die künstliche Herstellung von Spinnenseiden, Polymere aus Bakterien, neue Holzwerkstoffe oder neue Anwendungen für Polysaccharide – ein buntes Spektrum wissenschaftlicher Forschungsarbeiten fesselte die interessierten Zuhörer bis zur letzten Minute an ihre Stühle.

Das Biopolymerkolloquium am IAP soll sich als regelmäßige Veranstaltung etablieren und jährlich Ende Januar die interessierte Fachwelt zum Erfahrungsaustausch nach Golm ziehen.

Polymere sind aufgrund ihrer großen Anwendungsbreite aus unserem Leben nicht wegzudenken und werden gegenwärtig überwiegend auf Erdölbasis hergestellt. Biopolymere aus nachwachsenden Rohstoffen dagegen basieren unter anderem auf Stärke, Cellulose und Milchsäure. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Verpackungs-, Automobil- und Textilindustrie bis hin zur Medizintechnik.

Kontakt:
Dipl.-Inform. Nadine Gruber
Fraunhofer-Institut für
Angewandte Polymerforschung

Tel.: 00331-568-11 51
E-Mail: nadine.gruber@iap.fraunhofer.de

Source: Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, Pressemitteilung, 2010-01-27.

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