20 Januar 2005

Vom Reststoff zum Reinstoff: Enormes Entwicklungspotenzial für pflanzliche Wirkstoffe

Wirkstoffe aus Pflanzen bergen nach Einschätzung des Arbeitskreises “Phytoextrakte” der deutschen Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) ein enormes Innovationspotenzial für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Wie aus einem Konzeptpapier des Arbeitskreises hervorgeht, beläuft sich allein der Markt für Extrakte aus Kräutern zur Nahrungsergänzung, zum Beispiel Melisse, Grüner Tee oder Heidelbeere, auf 6,7 Milliarden EUR in Europa beziehungsweise auf 17,5 Mrd. EUR weltweit.

Das weltweite Handelsvolumen von Rohmaterial aus Medizinalpflanzen wird gemäss dem Agrarpressedienst Agra-Europe von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Die jährlichen Wachstumsraten für medizinische Lebensmittel auf Pflanzenbasis und Phytopharmaka werden dabei mit sechs bis acht Prozent angegeben. In den USA liegt die jährliche Wachstumsrate sogar bei über 15%. Dies führen die Wissenschaftler auf den in den westlichen Industriegesellschaften stark ausgeprägten Trend zur “sanften Medizin” im Speziellen und zum Einsatz “natürlicher Produkte” im Allgemeinen zurück.

(Vgl. Meldung vom 2005-01-13.)

Source: Meldung Landwirtschaftlicher Informationsdienst der Schweiz vom 2005-01-19.

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