1 Juli 2008

Verzehnfachung der EU-Holzpelletproduktion geplant

Europäischer Biomasse-Verband will die Produktion auf 75 Mio. Tonnen bis 2020 steigern

Der Europäische Biomasse-Verband AEBIOM will die Holzpellets-Produktion in der EU bis zum Jahr 2020 verzehnfachen. “Ein solcher Anstieg von heute 7,5 Millionen Tonnen auf 75 Millionen Tonnen würde bedeuten, dass ein Drittel des derzeitigen Heizölverbrauchs und rund 3 Prozent der Kohlekraftwerke durch den aus Holz produzierten Energieträger ersetzt werden könnten,” sagte der Generalsekretär des AEBIOM, Jean-Marc Jossart, am Montag in Brüssel.

Wie die Plattform Südtirol-online berichtet rechnet der Verband damit, dass die derzeit hohen Ölpreise weiter ansteigen und in der Folge auch Erdgas und Elektrizität teurer werden und zitiert damit AEBIOM-Präsident Heinz Kopetz. Da die Kosten für Pellets nur etwa 40 Prozent von den Heizölkosten ausmachten, wären diese in Zukunft eine “echte Alternative”, vor allem für Heizungen privater Haushalte. Um diesem Energieträger aber europaweit zum Durchbruch zu verhelfen, müssten Regierungen und Konsumenten noch mehr Bewusstsein für das Potenzial entwicklen.

Entwickelte Pellets-Märkte für Privathaushalte gibt es nach Angaben des Verbands in Europa erst in Schweden, Italien, Dänemark, Deutschland und Österreich. In den Niederlanden, Schweden, Belgien und Dänemark werden Pellets auch in Kraftwerken zur Stromproduktion eingesetzt.

Bis 2020 haben sich die EU-Staaten verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien am Energie-Mix auf ein Fünftel zu erhöhen. Der europäische Biomasse-Verband erwartet daher, dass sich ein steigender Anteil von Pellets auch in den nationalen Aktionsprogrammen niederschlägt, welche die EU-Staaten zur Erreichung dieses Ziels aufstellen müssen.

Source: Südtirol-online, 2008-06-30.

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