4 September 2013

Verpackungslösungen aus Biokunststoffen

Folag mit spektakulären Produkteneuheiten an der FachPack 2013

Moderne Biowerkstoffe sind im Trend und verzeichnen ungeahntes Wachstum in ganz Europa. Der Nachfrage nach Biowerkstoffen mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen, stellt sich oft das Argument einer vermeintlichen Nahrungsmittelkonkurrenz entgegen. Doch Folag bietet Lösungen.

Vorteile moderner Biowerkstoffe
Adressiert man das Thema Biokunststoffe, so spricht man in aller Regel über Werkstoffe, welche grösstenteils aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Zuckerrohr, Mais, Kartoffeln oder Tapioka-Pflanzen sind nur einige solcher bekannter Ausgangsmaterialien. Dank ihnen haben Biokunststoffe nur einen geringen Teil, welcher klassisch petrochemischen Ursprungs ist, also etwa aus Erdöl oder Erdgas hergestellt wird. So sprechen zahlreiche Argumente für die Herstellung moderner Biowerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Beispielsweise die viel zu hohe Abhängigkeit der Industriestaaten vom Rohöl und die damit verursachten kriegerischen Konflikte. Oder etwa die Knappheit dieser Ressourcen im Allgemeinen. Am bekanntesten ist sicherlich das Thema Klimaerwärmung bzw. die damit einhergehende breit geforderte Reduktion des Treibhausgases CO2. Weil man nicht bzw. nur teilweise auf fossile Brennstoffe zurückgreift, können Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen hier ebenfalls punkten. Durch moderne Biokunststoffe können beispielsweise bei Polyethylen 1 – 3,5 kg CO2 pro kg Kunststoff eingespart werden.

Grosse Fortschritte
Aus diesen und weiteren Gründen betreiben seit mehreren Jahren weltweit führende Forscher und Industriebetriebe intensive Anstrengungen zur Herstellung moderner Werkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe. In der Tat wurden grosse Fortschritte erzielt, so dass sich heute zahlreiche Anwendungen aus Biokunststoffen mit einem Gewichtsanteil von mehr als 50% nachwachsender Rohstoffe fertigen lassen. Bei Folag haben wir in den letzten Jahren eine umfassende Werkstoffkompetenz entwickelt, so dass wir selbst für komplexe Folienanwendungen zahlreiche Lösungen mit einem Anteil zwischen 50 und 90% anbieten können.

Konkurrenz zu Lebensmitteln?
Jede Münze hat zwei Seiten, möchte man denken. So kann man theoretisch bei Biokunststoffen mit einem hohen Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen eine direkte oder indirekte Konkurrenz zu Lebensmitteln behaupten. Man sollte Kartoffeln essen und nicht für die Herstellung von Kunststoffen brauchen, so die Vorstellung einiger Kritiker. Bei Folag teilen wir diese Auffassung nicht. Eine eigens erstellte Dokumentation auf unserer Webseite www.folag.ch versucht, die wichtigsten Gedanken hierzu sachlich darzustellen und diese auch mit Zahlen und Fakten zu begründen. Ungeachtet dessen scheint uns eines aber trotzdem klar: Wenn es Möglichkeiten gibt, beide Seiten der Medaille sinnvoll miteinander in Einklang zu bringen, dann hat man zweifelsohne ein besseres Produkt geschaffen. Ein Produkt, welches gleichzeitig für Europa und auch für die Schweiz geschaffen ist.

Unser Selbstverständnis – die Entwicklung
Lösungen anbieten – es steht nicht nur in unserem Leitbild, sondern verkörpert einen wesentlichen Pfeiler unserer Grundwerte. Eine herausragende Kompetenz bei Biokunststoffen besitzen, bedeutet deshalb nicht nur, Argumente und Meinungen kritisch zu hinterfragen, sondern eben Produkte entsprechend den Wünschen unserer Kunden hervorzubringen. Aus diesem Grund beschäftigt sich ein eigens gebildetes Folag-«Bio»-Forschungs- und Entwicklungsteam seit mehreren Jahren mit der Entwicklung von Folien, welche einerseits zu einem grossen Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und andererseits keinerlei direkte oder indirekte Konkurrenz zu Nahrungsmitteln verkörpern. Ein gängiger Lösungsansatz hierzu besteht in der Nutzung von Abfällen. So forschen beispielsweise seit Januar 2010 elf europäische Institutionen unter der Leitung der Technischen Universität Graz an der Herstellung von Plastik aus Schlachtabfällen. Eine neu entwickelte Folie von Folag schlägt eine ähnliche Stossrichtung ein, verzichtet dabei allerdings auf den Einsatz von Schlachtabfällen. Letztere sind für uns ein problematisches Ausgangsmaterial, zumal bereits der Kontakt zu Fleisch in einigen Kulturkreisen mit einem starken Vorbehalt belastet ist. So wartete Folag an der Verpackung Schweiz 2013 mit einer Folie aus Kartoffelschalen (Abfall) – notabene eine Weltneuheit – auf, und produzierte zur Veranschaulichung Tragetaschen aus eben diesem Material.

Biofolien Natural von Folag
Unsere Biofolien der Reihe Natural zeichnen sich besonders durch eine samtige Oberfläche und damit verbundene angenehme Haptik aus. Sie werden zur Herstellung von Tragetaschen oder zur Verpackung von Lebensmittel, Zeitschriften bzw. Textilien verwendet. Durch ihre natürliche Gleitfähigkeit sind sie perfekt für die Verarbeitung auf schnelllaufenden Maschinen geeignet.

  • naturfarben, transluzent
  • bedruckbar
  • teilweise geeignet für den Kontakt mit Lebensmitteln
  • Sauerstoff-Hochbarriere – auf Anfrage erhältlich
  • vollständig biologisch abbaubar und kompostierbar (EN 13432)
  • Spezialprodukte sind für den Heim-Kompost geeignet
  • Carbon Footprint: ca. 2,5 kg CO2-Einsparung pro kg Material

Biofolien Clear von Folag
Unsere Biofolien der Reihe Clear eignen sich für unterschiedliche Verpackungsanwendungen. Neben transparenten Beuteln und Food-Verpackungsfolien gehören beispielsweise auch Blumenfolien oder Gewürztrichter zum Leistungsportfolio.

  • transparent
  • geeignet für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln
  • gute Wasserdampfpermeabilität
  • beständig gegen Öle und Fette in wässrigen Mischungen
  • hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen
  • vollständig biologisch abbaubar und kompostierbar (EN 13432)
  • Carbon Footprint: ca. 2,5 kg CO2-Einsparung pro kg Material

Präsentation an der FachPack 2013
Zur FackPack 2013 in Nürnberg reist Folag mit nicht minder spektakulären Produkteneuheiten an. Ist es uns doch gelungen, den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen unserer Biofolien markant zu erhöhen. Auch hier werden wir wiederum mit viel Anschauungsmaterial präsent sein. Besuchen Sie uns an der FackPack 2013 in Nürnberg. Am Stand 7-639 (Halle 7) können Sie unsere verschiedenen Biofolien sehen, fühlen und riechen.

Über Folag AG Folienwerke:
Ausgehend vom Rohprodukt in Granulatform entstehen bei Folag die unterschiedlichsten Erzeugnisse für die Bereiche «Verpackungen» und «Bau». Seit seiner Gründung im Jahr 1969 begegnet das Unternehmen den Anforderungen eines komplexen Marktes mit Innovation und Dynamik. Folag gehört nicht nur zu den Marktführern der Schweiz im Bereich Polyethylen, sondern ist europaweit tätig. Der Erfolg basiert auf einwandfreier «Schweizer Qualität» und der Fähigkeit, spezielle Lösungen gemeinsam mit unseren Kunden zu entwickeln. Dank unserer hochwertigen Infrastruktur können wir für unsere Kunden Produkte herstellen, welche es so nur bei Folag gibt. Ebenso zentral ist die Kundenzufriedenheit, unser wichtigster Antrieb. Bei unserem Engagement beachten wir das Prinzip der Nachhaltigkeit und des schonenden Umgangs mit Ressourcen. So verarbeitet Folag einen kontinuierlich steigenden Anteil an Biokunststoffen und bietet mittlerweile einen Teil seiner Produktpalette wie Grifflochtragetaschen, Knotenbeutel, Pflanzentrichter, Containereinlagen, Zeitschriften- und Kleiderverpackungen sowie Verpackungslösungen für Lebensmittel an, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Na-wa-Ro) hergestellt werden.

Source: Folag, Pressemitteilung, 2013-09-04.

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