4 Mai 2007

Vereinte Nationen einigen sich auf Übereinkommen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung

Seehofer: Einzigartiges Abkommen zur Rettung der Wälder

Erfolgreicher Abschluss eines internationalen Waldübereinkommens beim 7. UN-Waldforum in New York
“Mit dem Übereinkommen “zur nachhaltigen Bewirtschaftung aller Wälder der Erde” gibt es erstmals in der Geschichte der internationalen Forstpolitik eine weltweit verpflichtende Definition nachhaltiger Waldbewirtschaftung.” freute sich Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. “Das Übereinkommen ist ein großer Erfolg – für die Wälder der Erde und für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft.”

Das Übereinkommen “zur nachhaltigen Bewirtschaftung aller Wälder der Erde” enthält eine Zweck- und eine Zielbeschreibung. Es gibt verpflichtende Maßnahmen, die sowohl für Entwicklungsländer als auch für entwickelte Länder gelten.

15 Jahre nach der Umweltkonferenz von Rio 1992 gelang damit auf der 7. Sitzung des Waldforums (UNFF) der Vereinten Nationen in New York vom 16. bis 27.04.2007 erstmals der Durchbruch zu einem internationalen Waldübereinkommen. “Unser langjähriges Engagement im Waldbereich ermöglichte eine glaubwürdige Verhandlungsführung für die EU und eine Brückenbildung in alle Richtungen”, so Seehofer weiter.

Nach mehreren Jahren der Lähmung verleiht die Unterzeichnung dieses Übereinkommens der nachhaltigen Bewirtschaftung und Erhaltung der Wälder weltweit neuen Schub. In den nächsten zwei Jahren soll geprüft werden, wie die bestehenden internationalen Finanzierungsmechanismen zur Umsetzung des Übereinkommens bestmöglich genutzt werden können. Des Weiteren wurde ein mehrjähriges Arbeitsprogramm für UNFF bis zum Jahr 2015 verabschiedet, das die Umsetzung des Übereinkommens begleiten soll und darüber hinaus aktuelle Schwerpunktthemen (z.B. der Beitrag der Wälder zur biologischen Vielfalt und zur Klimaerhaltung) aufgreift.

Vorherige Anläufe Mitte und Ende der 1990iger Jahre im Rahmen von Ad-hoc-Waldausschüssen der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) konnten sich ersatzweise lediglich auf Empfehlungskataloge zur Waldbewirtschaftung einigen. Diese hatten aber wegen ihres großen Umfangs, ihrer schweren Lesbarkeit und fehlender Zielgerichtetheit kaum Wirkung entfaltet. Die starre Haltung einiger Länder führte dann 2005 zum vorläufigen Abbruch der Verhandlungen. Die nun erzielte Einigung wurde nicht zuletzt auch durch eine gut abgestimmte und sehr konstruktive Verhandlungsführung der Gruppe der afrikanischen Staaten, angeführt durch Nigeria ermöglicht.

(Vgl. Meldungen vom 2007-03-14 und 2007-03-22.)

Source: BMELV, 2007-05-02.

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