29 Oktober 2002

Verbraucherschutzministerium veröffentlicht Schmierstoff-Bericht

Bioschmierstoffe sind erste Wahl

Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten auf pflanzlicher Basis überzeugen nicht nur durch ihre ökologischen Vorteile. Sie sind Mineralöl-Produkten technisch ebenbürtig und stehen ihnen Dank des Markteinführungsprogramms des Verbraucherschutzministeriums auch bei den Kosten nicht mehr nach.

Der “Bericht über biologisch schnell abbaubare Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten” (Schmierstoffbericht) des Verbraucherschutzministeriums gibt einen aktuellen Überblick über die technischen Entwicklungen bei Bioschmierstoffen und legt die gesetzlichen Richtlinien im Umgang mit ihnen dar. Er steht im Internet unter www.fnr.de zur Verfügung und kann kostenfrei über [email protected] angefordert werden.

Dass Bioschmierstoffe heute allen technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten Genüge tragen, verdanken sie auch der umfangreichen Fördertätigkeit des Bundesverbraucherministeriums. Momentan sorgt das Markteinführungsprogramm “Nachwachsende Rohstoffe” für die finanzielle Unterstützung bei der Umrüstung auf Bioschmierstoffe: In dessen Rahmen wurden bereits über 3.200 Fahrzeuge und Maschinen auf Pflanzenöl-Produkte umgestellt.

Die so genannte Positivliste “Bioschmierstoffe” belegt, dass für nahezu alle Anwendungen der passende Bioschmierstoff zur Verfügung steht: In ihr sind bereits mehr als 240 verschiedene Pflanzenöl-Produkte für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche verzeichnet. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen konnten in den vergangenen Jahren teilweise angepasst werden.

Mit der Neuordnung der Wassergefährdungsklassen honoriert der Gesetzgeber die ökologischen Vorzüge biologisch schnell abbaubarer Schmierstoffe, indem er sie als nicht oder nur schwach wassergefährdend eingestuft. Zudem sind Bioöle jetzt auch in der novellierten Altöl-Verordnung erfasst und werden Mineralöl-Produkten damit rechtlich gleichgestellt.

(Vgl. Meldung vom 2002-05-31.)

Source: BMVEL-Informationen Nr. 41 - 42 vom 2002-10-18.

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