3 Mai 2007

VDP fordert: Keine weiteren Wettbewerbsverzerrungen beim Holz durch EEG-Novelle

Für die noch im Laufe dieses Jahres geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Strombereich hat der VDP die Forderungen der Papierindustrie formuliert. So fordert der Verband, dass das EEG nicht weiter zu Wettbewerbsverzerrungen oder einem unfairen Wettbewerb zwischen verschiedenen Verwendungszwecken von Holz führen darf. Deshalb sollte der Nachwachsende-Rohstoffe-Bonus für die Erzeugung von Strom mit Holz als Brennstoff gestrichen werden. Damit könne sichergestellt werden, dass die stoffliche Nutzung von Holz, die eine weitaus längere Wertschöpfungskette aufweist, nicht beeinträchtigt wird.

holzstapel_hp1.jpgDes Weiteren müssen Sekundärbrennstoffe nach CEN-Definition als neutrale Biomasse Berücksichtigung finden. Der Biomassebegriff sollte dementsprechend auch auf Faserschlämme und Ablauge aus der Zellstofferzeugung ausgeweitet werden.

Zur Erleichterung für die Unternehmen sollten die Einstiegskriterien für die Inanspruchnahme der Härtefallregelung abgesenkt und vereinfacht werden. Dazu müsste – analog zu § 9 Abs. 7 KWK-Gesetz – eine Regelung eingeführt werden, die den Unternehmen unbürokratisch und mit sofortiger Wirkung die Kappung der EEG-Abgabe auf 0,05 ct/kWh gestattet. Ist die oben angeregte einfache Regelung nicht möglich oder gewollt, so muss zur Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit die Regelung auf fünf Prozent Stromkostenanteil an der Bruttowertschöpfung oder zehn GWh/a als Einstiegskriterium festgesetzt werden.

Nach den Vorstellungen des VDP soll die Herkunft des Brennstoffes durch ein Nachhaltigkeitszertifikat dokumentiert werden. Auch sollen alle Möglichkeiten zur Ausweitung des Angebots von Biomasse durch Maßnahmen der Mobilisierung sowie Förderung der Anlage von Kurzumtriebsplantagen außerhalb des Waldgesetzes auf landwirtschaftlichen Flächen unterstützt werden.

(Vgl. Meldungen vom 2006-07-10 und 2007-04-02.)

Source: Infoholz, 2007-04-30.

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