6 Mai 2008

USA: Keine Verknappung bei Mais durch Bioethanol

US-Maisexporte auf Rekordniveau.

Der Verband der deutschen Bioethanolwirtschaft LAB e.V. bedauert, dass in der öffentlichen Diskussion über Ethanol wesentliche Fakten nicht hinreichend berücksichtigt werden. LAB-Geschäftsführer Dietrich Klein erklärte am 30.04.2008 in Berlin: “Die Ethanolproduktion in den USA hat nicht zu einer Verknappung bei Mais geführt.”

“Die amerikanischen Maisexporte sind im Wirtschaftsjahr 2007/08 nach Angaben des US-Landwirtschaftsministerium USDA um 10 Mio. t auf das Rekordniveau von 64 Mio. t gestiegen.” Die um 64 Mio. t auf 332 Mio. t gestiegene Maisernte habe den Verbrauch von 58 Mio. t Mais für die Ethanolerzeugung in den USA mehr als ausgeglichen. Zu berücksichtigen sei auch, dass bei der Ethanolproduktion als Kuppelprodukt das hochwertige Futtermittel DDGS anfalle. Der tatsächliche Getreideverbrauch für Ethanol sei deshalb ca. 30% niedriger, als in den offiziellen Statistiken ausgewiesen.

Klein wies darauf hin, dass auch die EU-Ethanolerzeugung keine Getreideverknappung bewirke. In der EU sei im Jahr 2007 nur 1,2% der Getreideernte von 254 Mio. t zu Ethanol verarbeitet worden. Als Ethanolrohstoff werde Getreide zudem in steigendem Maße durch Melasse und Zuckerrüben ersetzt. Diese hätten in Deutschland im ersten Quartal 2008 bereits einen Anteil von ca. 46% erreicht. Dieser Trend werde sich voraussichtlich fortsetzen.

(Vgl. Meldungen vom 2008-04-30 und 2007-03-09.)

Source: Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V. (LAB), Pressemitteilung, 2008-05-05.

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