6 Juni 2008

Uni Göttingen: Verbesserte Eigenschaften von Buchenholz durch Modifizierung

Erhöhung der Dauerhaftigkeit durch Holzvernetzung

Im Rahmen des Verbundprojektes “Nachhaltige Waldwirtschaft” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bearbeitet das Institut für Holzbiologie und Holztechnologie der Universität Göttingen unter der Leitung von Professor H. Militz zusammen mit drei weiteren Forschungseinrichtungen und drei Unternehmen der Holzindustrie ein Projekt zur Verbesserung der Holzeigenschaften von Buchenholz durch Holzvernetzung / Holzmodifizierung! Dieses Verfahren, bei dem ansonsten für den Außen- und Feuchtraumeinsatz ungeeignetes Buchenholz durch die Behandlung mit biozidfreien Vernetzermitteln aus der Textilindustrie behandelt wird, ermöglicht die Herstellung neuer Produkte aus modifiziertem Material, welche die Verwendung in bisher für die Buche nicht möglichen Bereichen eröffnet.

Das laufende Projekt soll für die im Rahmen naturnäherer Waldumbauprogramme zukünftig in erhöhtem Maße anfallenden Buchenholzmengen einen Weg aufzeigen, wie dieses Holz für hochwertige Anwendungen und neue Verwendungen genutzt werden kann. Dazu werden in der Zusammenarbeit mit drei Unternehmen der Holzindustrie verschiedene exemplarische Leitprodukte ausgewählt und hergestellt, welche die Einsetzbarkeit modifizierten Buchenholzes im Außenbereich belegen sollen.

Im Projekt wird das in heimischen Wäldern nachhaltig produzierte Buchenholz entlang der Forst-Holz-Kette über die einzelnen Veredelungsstufen bis zum Fertigprodukt begleitet. Diese reichen von der Holzproduktion im Forst (Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Göttingen) über die Holzeigenschaftsuntersuchung und die Holzvernetzung (Institut für Holzbiologie und Holztechnologie der Universität Göttingen), die Holzbearbeitung und die Herstellung der Holzprodukte (Holzverarbeitende Unternehmen VARIOTEC, FAHLEMKAMP, BECKER) bis zum Erreichen der Absatzmärkte und der Endverbraucher (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing II der Universität Mannheim).

Begleitet werden die Untersuchungen hierbei entlang der einzelnen Verfahrensschritte hinsichtlich der Umweltverträglichkeit des Rohstoffs und seiner Produkte durch die Gegenüberstellung mit konkurrierenden Materialien in Form von Ökobilanzen (Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg).

(Vgl. Meldungen vom 2007-09-27 und 2003-05-26.)

Source: Infoholz, 2008-06-06.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email