5 Juli 2004

Umweltministerin Bärbel Höhn: Sonderpreis “Umwelt” im Rahmen der Wettbewerbe “Jugend forscht” und “Schüler experimentieren” vergeben

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Wettbewerbe “Jugend forscht” und “Schüler experimentieren” hat Umweltministerin Bärbel Höhn heute die Sonderpreise “Umwelt” verliehen. Insgesamt wurden 16 Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, darunter erstmals auch Arbeiten aus zwei deutsch-portugiesischen Partnerschulen in Lissabon bzw. Porto. Das Themenspektrum reicht von Entwicklung einer biologisch abbaubaren Kunststoff-Stärkefolie über Windenergie und die Untersuchung von Pflanzengallen bis hin zu der Frage ob und wie man den Mist von Pferden, Kamelen oder Elefanten zur Biogasproduktion einsetzen kann.

Umweltministerin Bärbel Höhn: “Über 60 Mal habe ich diesen Sonderpreis “Umwelt” in den letzten Jahren vergeben, trotzdem bin ich immer wieder positiv überrascht, welche Themen von den jungen Forscherinnen und Forschern aufgegriffen werden und mit wie viel Engagement sie sich an die Arbeit machen. Dabei finden sich immer häufiger auch Beiträge zu den Themenfeldern Erneuerbare Energie und Nachhaltige Entwicklung unter den Einsendungen. Das zeigt mir, dass bei der jüngeren Generation das Problembewusstsein für diese Themen deutlich gewachsen ist. Viele Ressourcen der Erde sind nicht unendlich verfügbar, deswegen müssen wir kurzfristig Strategien entwickeln, um das Fehlen solcher Ressourcen aufzufangen. Ich freue mich sehr, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Forschungsprojekten aktiv dazu beitragen.”

Der Sonderpreis “Umwelt” wird seit 22 Jahren vom NRW-Umweltministerium ausgeschrieben und soll zur Nachwuchsförderung beitragen. Der Aufruf von “Schüler experimentieren” richtet sich an Jugendliche von 11 bis 16 Jahren. Die Gewinner erhalten Geldpreise von 150 Euro, 100 Euro und 75 Euro.

Preisträger “Schüler experimentieren”

Platz 1: Sonja Pullen aus Neuss

Thema: “Biologisch abbaubare Kunststoff-Stärkefolie”
Sonja Pullen hat Stärkefolien aus verschiedenen Nahrungsmitteln hergestellt und Aussehen, Reißfestigkeit und Zugfestigkeit in kleinen Versuchsreihen geprüft. Diese Ergebnisse verglich sie mit den Eigenschaften von Papier und Kunststofffolien. Zwei Folien, eine aus einer Mischung von Mondamin und Kartoffelmehl “Küchenmeister” sowie eine Folie aus reinem Mondamin schnitten dabei am besten ab.

Platz 3: Vasco Farto aus Marisol, (Portugal), Lucas Galindo aus Lisboa (Portugal) und Vasco Seelmann aus Oeiras (Portugal)

Thema: “Ein Versuch, aus Scheiße Gold zu machen”
Um zu untersuchen, ob man nicht nur Kuhmist, sondern auch die Exkremente von exotischeren Nutztieren anderer Länder und vom Menschen zur Biogasproduktion verwenden könnte, sammelten die Schüler Kot von Pferd, Elefant, Kamel, Lama und einem Baby und untersuchten, wie viel Biogas pro 100 g Gewichtseinheit bei gleicher Ausgangstemperatur gebildet wird.

Source: Auszug aus der Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-07-05.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email