20 September 2004

Umweltministerin Bärbel Höhn zur Eröffnung der Sauerlandmesse: Erneuerbare Energien sichern und schaffen Arbeitsplätze

– Export der innovativen Technologien bietet große Chancen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung

Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Umweltministerium NRW hat heute in Iserlohn im Rahmen der Umweltmesse Sauerland die Ausstellung “Bauen, Heizen und Leben mit Holz” eröffnet. Über 80 Aussteller präsentieren sich dort.

Umweltministerin Bärbel Höhn: “Die hohen Ölpreise machen unsere Abhängigkeit von diesem Brennstoff deutlich. Deshalb müssen wir Alternativen zu Öl, Gas und Kohle schaffen. Biomasse hat die Chance zum globalen Zukunftsenergieträger Nr. 1 zu werden, denn sie ist die vielseitigste unter den Erneuerbaren Energien. Sie kann in unterschiedlich angepasster Form in fast allen Ländern der Erde zum Einsatz gebracht werden und die Grundlast der Energieversorgung tragen. Sie ist jederzeit regional verfügbar und dezentral einsetzbar. Sie ist CO2-neutral und unabhängig von Wettereinflüssen. Sie schafft Arbeitsplätze und hält die wirtschaftliche Wertschöpfung im eigenen Land, denn Erzeugung, Transport, Lagerung und Verwertung können regional erfolgen. Energie aus Biomasse bedeutet Klimaschutz und neue Einkommensmöglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft. Die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bietet in Deutschland eine Investitionssicherheit von 20 Jahren.”

Nordrhein-Westfalen ist als das Energieland Nummer eins. Hier werden fast 30 Prozent der in Deutschland benötigten Energie erzeugt und verbraucht. Mit seiner in großen Teilen des Landes stark ausgeprägten ländlichen Struktur eignet sich NRW hervorragend für einen Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse. Die energetische Nutzung von Biomasse wird in NRW gefördert. Ziel ist es, die Spitzenstellung bei Regenerativen Energien weiter auszubauen.

Das Land NRW unterstützt z.B. mit Hilfe der Holzabsatzförderrichtlinie Investitionen zur energetischen Nutzung von Holz. Dadurch wurden bislang 2.234 Anlagen gefördert und damit mindestens 30 Millionen Liter Heizöl eingespart und eine Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids von 150.000 Tonnen jährlich erreicht. Dabei konnten Hunderte Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Durch die Einführung moderner Holzheizungstechnik wurde der Absatzmarkt für qualitativ minderwertige Hölzer bzw. Resthölzer neu belebt. In NRW gibt es mittlerweile ein flächendeckendes Netz zur Sicherung der Nachfrage nach Holzpellets. Die Unteren Forstbehörden sowie die Landesinitiative Zukunftsenergien stehen den Verbraucherinnen und Verbrauchern für Beratung zur Verfügung.

Umweltministerin Bärbel Höhn: “Erneuerbare Energien bieten große Marktchancen für die heimische Wirtschaft. Nachhaltig wirtschaftende Untenehmen sind vorausschauende Unternehmen, die durch Innovation neue Produkte und Märkte schaffen und damit Gewinne erzielen. Das gilt auch und gerade für den Export. Bei der Nutzung fossiler Brennstoffe bleiben nur etwa 20% der Gewinne in der Region und 80% fließen ins Ausland ab. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien kann dieses Verhältnis umkehren. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien ist auch deshalb wichtig, damit die Menschen Lösungen finden, um die neuen Technologien auch an die Bedingungen in den Ländern des Südens anzupassen.”

Mehr Informationen erhalten Sie unter:
www.forst.nrw.de
www.munlv.nrw.de
www.aktion-holzpellets.de
www.landesinitiative-zukunftsenergien.de

Source: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-09-17.

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