24 August 2006

Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) etabliert sich als Knotenpunkt für die deutsche Waldforschung

Koordinierung des bmbf-Förderschwerpunktes "Nachhaltige Waldwirtschaft"

Am UFZ etabliert sich ab sofort eine zentrale Schnittstelle der deutschen Waldforschung. Innerhalb des Förderschwerpunktes “Nachhaltige Waldwirtschaft“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Zeitraum 2005 bis 2009 mit insgesamt 24 Millionen Euro finanziert, übernimmt das UFZ die wissenschaftliche Koordinierung. Insgesamt 24 Forschungsverbünde, an denen weit über 300 Wissenschaftler beteiligt sind, gehören zu dem Großprojekt.

Aufgabe des Koordinierungsbüro am UFZ ist es, auf nationaler und europäischer Ebene ein Netzwerk für Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Gründe, das Koordinierungsbüro nach Leipzig zu vergeben, liegen in den Erfahrungen die das UFZ als Mitglied Helmholtz-Gemeinschaft in der Leitung wissenschaftlicher Großprojekte aufweisen kann. Zudem wurde mit der Veröffentlichung des Buches “Ökologischer Waldumbau in Deutschland” bereits der vorhergehende Förderschwerpunkt des BMBF “Zukunftsorientierte Waldwirtschaft” erfolgreich abgeschlossen.

Neu im Förderschwerpunkt “Nachhaltige Waldwirtschaft” ist der starke Praxisbezug. Von Anfang an stehen die Wissenschaftler mit den künftigen Nutzern ihrer Ergebnisse in Kontakt. Dabei ist die Palette der Praxisprodukte äußerst vielfältig: Sie reicht von Empfehlungen für den Anbau von Energiewäldern und die Modifizierung von Buchenholz über die Präzisierung der Erfassung von Beständen und Marktanalysen für den Rohstoff Holz, E-Learning-Modulen und die Visualisierung von Landschaften, um Forstentscheidungen zu erleichtern. Erstmals sind auch Sozialwissenschaftler in den Großforschungsverbund integriert, die sich beispielsweise mit Themen wie Wissenstransfer, Waldpädagogik und Social Marketing beschäftigen.

Ein weiteres Ziel der aktuellen Förderung durch den Bund ist es, die deutsche Waldforschung international zu verknüpfen. Und im Inland sollen die Forscher sich stärker gegenüber der Praxis öffnen. “Es geht um den Versuch zu zeigen, dass es möglich ist, exzellente und doch handlungsorientierte Forschung zu betreiben und gleichzeitig einen Beitrag zur Diskussion um die Zukunft der deutschen Waldforschung und Waldwirtschaft unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu leisten”, beschreibt Prof. Peter Fritz als Leiter des Koordinierungsbüros das Ziel.

Source: infoholz.de vom 2006-08-23.

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