26 April 2006

Umwelt-Forum der RWTH Aachen sucht Partner im Bereich NR

Technologiekooperationen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geplant

Im Rahmen der UN-Konvention für Biologische Vielfalt initiiert und vermittelt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Technologiekooperationen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Die RWTH Aachen ist als potenzieller Partner für solche Kooperationen gefragt, F&E-Projekte zu entwickeln und gemeinsam mit Entwicklungsländern umzusetzen.

Für die RWTH Aachen eröffnen sich Möglichkeiten, neue F&E-Neztwerke mit Entwicklungsländern zu knüpfen und bestehende auszubauen.

Möglicherweise haben Sie konkrete Projektideen, die auf ihre Umsetzung in Partnerländern warten. Welche Technologiefelder sind Ihrer Einschätzung nach für Entwicklungsfelder interessant?

Bedingung für finanzierte Technologiekooperationen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern ist die Orientierung an den Zielen der UN-Konvention für Biologische Vielfalt. Fördermöglichkeiten bestehen beispielsweise aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt.

Im Herbst 2008 findet die nächste Vertragsstaatenkonferenz mit 190 Beitrittsländern und vier- bis fünfttausend Teilnehmern in Deutschland statt. Im Mittelpunkt wird das Thema Technologietransfer stehen. Bei entsprechendem Interesse könnte sich die RWTH sich im Rahmen einer “Messe der Möglichkeiten” dort profilieren und Forschungsschwerpunkte mitgestalten.

Beispiel Nachwachsende Rohstoffe: Indonesien sucht Partner für die Verbesserung der Wertschöpfungskette bei der Nutzung von Bambus und Wasserhyazinthen:

  • 1. Spleißen von Bambus
    Aktuell wird Bambus als Baustoff (z.B. Vogelkäfige) genutzt. Das Spleißen der Halme erfolgt manuell und ist sehr aufwändig. Es besteht der Bedarf nach einer Technik, dieses Spleißen maschinell durchzuführen.
    Hierfür werden konkret Partner an der RWTH gesucht.

  • 2. Ideen für die Nutzung von Bambusresten
    Bambusreste sollen einer weiteren wirtschaftlichen Nutzung zu geführt werden. Im Gespräch sind beispielsweise die Fermentation, Kompostierung oder thermische Verwertung. Weitere Vorschläge sind hochwillkommen.
  • 3. Verwendung von Wasserhyazinthen
    Die massenhaft vorkommenden Wasserhyazinthen sollen wirtschaftlich genutzt werden, beispielsweise durch das Pressen von Blumentöpfen für regionale Palmplantagen. Weitere Vorschläge sind ebenfalls hoch willkommen.

Direkter Ansprechpartner für die Kooperation mit Indonesien ist Dr. Horst Freiberg vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), E-Mail horst.freiberg@bfn.de, Tel. 0228-8491-232.

Für Fragen und Vorschläge zu Forschungsfeldern stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Nerger

Umwelt-Forum der RWTH Aachen
Dipl.-Umweltwiss. Matthias Nerger (Geschäftsführer)
Tel.: +49 (0)241/80-94567
Fax: +49 (0)241/80-92305
uwf@zhv.rwth-aachen.de
Skype: nerger_RWTH
Post: c/o Dezernat 4.0, Templergraben 55, 52056 Aachen
Büro: Bergdriesch 37, 52062 Aachen

Source: Umwelt-Forum der RWTH Aachen vom 2006-04-25.

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