23 April 2007

UFOP: Rapsrekord 2007

Auf einer Rekordfläche von über 1,5 Millionen Hektar blüht derzeit Raps in ganz Deutschland. Das entspricht etwa 12 Prozent der gesamten Ackerfläche und macht deutlich, wie bedeutend der Rapsanbau für die heimische Landwirtschaft ist. Die Ausweitung um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist auch ein Zeichen dafür, wie erfolgreich sich die Märkte für Rapsöl entwickelt haben.

Oelfeld_190.jpgNeben dem wachsenden Absatz von Rapsöl in der Ernährung, wo immer mehr Anbieter deklariertes Rapsöl und Verarbeitungsprodukte anbieten, ist es insbesondere der Kraftstoffmarkt, in dem sich Rapsöl eine feste Position erobert hat.

Biodieselproduzenten und Anbieter von Rapsölkraftstoff sehen die aktuelle Entwicklung auf dem Biokraftstoffmarkt jedoch zwiespältig. Einerseits ist es sehr befriedigend, dass dem konventionellen Diesel per Gesetz heute 5 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen, was vor 20 Jahren noch als Utopie gegolten hätte. Andererseits sorgt die deutsche Steuergesetzgebung aber auch dafür, dass der über viele Jahre aufgebaute Markt für reinen Biodiesel in seiner Entwicklung gestoppt wird.

Besonders Betreiber von Nutzfahrzeugen haben in den letzten Jahren verstärkt auf den Diesel vom Feld gesetzt. Nicht zuletzt deshalb, weil dessen steuerliche Begünstigung zu einem wettbewerbsfähigen Preis beigetragen hat. Mit diesen Vorteilen hat eine im Jahr 2006 eingeführte Besteuerung von reinem Biodiesel jedoch Schluss gemacht. Und nicht nur das: Aus einem Vorteil wird spätestens Anfang 2008 ein echter Nachteil, wenn die nächste Stufe der Biodieselbesteuerung greift.

Gleiches gilt dann auch für den Einsatz von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff, für den ab 2008 ebenfalls ansteigende Steuersätze gelten. Nur ein Einlenken der Politik bei der Besteuerung und weiter steigende Dieselpreise könnten dazu führen, dass dies nicht geschieht.

(Vgl. Meldungen vom 2006-11-23, 2007-03-29 und 2007-03-20.)

Source: UFOP, 2007-04-23.

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