15 November 2005

UFOP befürchtet Engpass bei der Ölsaatenverarbeitung

Rapserzeuger sichern Rohstoffversorgung

Für die stetig wachsende Nachfrage nach Rapsöl für die Produktion von Biodiesel, Speiseölen und -fetten ist ausreichend Rohstoff verfügbar, stellte Dr. Klaus Kliem, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen, in Berlin anlässlich des Fachkongresses “Kraftstoffe der Zukunft 2005″ fest.

Der UFOP-Vorsitzende für Biokraftstoffe des BBE und der UFOP begründete diese Feststellung mit den Rekordernten von mehr als 5 Mio. Tonnen Raps in Deutschland und 15 Mio. Tonnen in der Europäischen Union, die wiederum einer Rapsölmenge von etwa 2 bzw. 6 Mio. Tonnen entsprechen. Dabei werde EU-weit das Flächenpotenzial für den Anbau von Raps nicht ausgeschöpft.

Unter Hinweis auf die in Deutschland bis Ende 2007 auf 3 Mio. Tonnen steigende Biodielproduktionskapazität sowie der Aktivitäten für den Ausbau der Biodieselproduktion in Frankreich, Polen und Spanien befürchtet Dr. Kliem, dass Versorgungsengpässe mit dem Rohstoff Rapsöl nicht auszuschließen sind, weil der Ausbau der Ölmühlenkapazität nicht im gleichem Maße der Biodieselkapazität folge.

Die Folge sei ein unnötiger Überhang an Rapssaat, der wiederum den Druck auf die Erzeugerpreise erhöht habe. Die UFOP habe daher sehr begrüßt, dass einzelne Unternehmen ihre Ölmühlenkapazität ausgeweitet haben – dies reiche jedoch nicht aus, betonte Dr. Kliem.

Die UFOP habe deshalb wiederholt Unternehmen, die die Errichtung einer Biodieselanlage planen, dringend empfohlen, in das Vorhaben die Errichtung einer Ölmühle einzubeziehen. Die Rohstoffsicherung finde bereits auf der Fläche und nicht allein über Rapsölkontrakte statt. Die Insolvenz eines Biodieselherstellers mit 100.000 t Kapazität im Frühjahr 2004 führte der UFOP-Vorsitzende als mahnendes Beispiel an.

Source: UFOP-Pressemeldung vom 2005-11-14.

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