31 August 2007

UBA: Reststoffe und Bioabfälle optimaler nutzen!

Jahresbericht 2006 des Umweltbundesamtes veröffentlicht

Natürliche Ressourcen zu schonen bildet einen Schwerpunkt im Jahresbericht des Umweltbundesamts (UBA). Große Einsparpotenziale schlummern nach Meinung des UBA im Abfall. “Anstatt die knapper werdenden Vorräte an Gas, Öl oder Kohle zu verfeuern, sollten wir einen größeren Teil unseres Energiebedarfs auch aus Abfällen decken”, sagte UBA-Präsident Troge.

Allein mit einer optimierten Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe und Bioabfälle, beispielsweise aus privaten Haushalten, sowie Gülle und Stroh lassen sich jährlich rund 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen. Weitere drei Millionen ließen sich mit den bestehenden Hausmüllverbrennungsanlagen bei verbesserten Möglichkeiten zur Wärmenutzung erzielen. Allein zwischen 1990 und 2005 trug die Abfallwirtschaft in Deutschland mit rund 46 Millionen Jahrestonnen CO2-Äquivalenten zur Emissionsminderung mit rund einem Fünftel zu der in diesem Zeitraum erreichten Gesamtreduktion bei.

Ein weiteres Thema des UBA-Jahresberichtes: Der Schutz der biologischen Vielfalt. Die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung gefährden einen schonenden Umgang mit der natürlichen Ressource Biodiversität – der Vielfalt der Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und der Ökosysteme. Weltweit drohen Tausende Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zu verschwinden. Klimawandel, Entwaldung, Flächenbeanspruchung und Schadstoffbelastung tragen dazu bei.

Troge: “Wir wollen die biologische Vielfalt nicht nur schützen, weil wir wissen, was sie uns konkret heute und morgen nutzt, sondern vor allen Dingen deshalb, weil wir nicht wissen, was sie unseren Nachfahren übermorgen nutzen könnte.” Deutschland hat das UN-Übereinkommen zur biologischen Vielfalt unterzeichnet.

Bezug
Der Jahresbericht 2006 des Umweltbundesamtes kann hier (PDF-Dokument, 2,1 MB) heruntergeladen werden. Die Druckfassung ist kostenlos erhältlich bei:

Gemeinnützige Werkstätten Bonn
In den Wiesen 1 – 3
53227 Bonn
Tel.: 01888-305-33 55 (zum Ortstarif)
Fax: 01888-305-33 56
E-Mail: [email protected]

(Vgl. Meldungen vom 2007-04-05 und 2006-05-23.)

Source: Umweltbundesamt (UBA), Pressemitteilung, 2007-08-28.

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