15 November 2005

Trittin: Biokraftstoffe sind wichtig zur Sicherung nachhaltiger Mobilität

“Um Mobilität in Zukunft zu sichern, müssen wir auch Innovationspotenziale, die auf unseren Feldern wachsen, nutzen”, betonte Bundesminister Trittin heute bei der Eröffnung des 3. Internationalen Fachkongresses für Biokraftstoffe in Berlin.

Trittin verwies darauf, dass Deutschland bereits 2004 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie eine Kraftstoffstrategie zur Sicherung nachhaltiger Mobilität verabschiedet habe. Biokraftstoffe seien dabei die Alternative mit dem kurz- und mittelfristig größten Mengenpotenzial. Biodiesel erreicht bereits jetzt einen Anteil von fünf Prozent am gesamten Dieselabsatz.

Die Biomass-to-liquid (Btl-)-Technologie steckt dagegen noch in der Entwicklungsphase. Die Bundesregierung hat daher in diesem Bereich einen Forschungsschwerpunkt gesetzt. Gefördert werden:

  • eine Pilotanlage zur Erzeugung von Btl-Kraftstoffen in Freiberg (Sachsen)

  • die Errichtung einer Pilotlinie, zur Verbesserung der Transportwürdigkeit und -fähigkeit regional anfallender Biomasse im Forschungszentrum Karlsruhe (FZK)
  • eine Machbarkeitsstudie, die con der Deutschen Energieagentur dena entwickelt wird.

Trittin betonte, dass es notwendig sei, auch auf EU-Ebene ehrgeizige Ziele zu setzen. So sei das EU-Ziel, bis 2010 einen Anteil von 5,75% Biokraftstoffe an der gesamten eingesetzten Treibstoffmenge zu erreichen nicht ambitioniert genug. Zehn Prozent sollten angestrebt werden und sind realistisch wenn alle Anstrengungen gebündelt werden.

Außerdem werde es in den nächsten Jahren vor allem darauf ankommen, den weltweiten Austausch von Wissen zu fördern, sich dem weltweiten Wettbewerb der Unternehmen um die innovativsten Produkte und Verfahren zu stellen sowie den globalen Handel mit Biotreibstoffen und den Ausgangsprodukten fair zu organisieren.

Trittin wies auf die positiven Effekte des Einsatzes von Biomasse hin. Demnach seien 2004 in Deutschland durch den Einsatz von Biokraftstoffen ca. 2,6 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Effekte verwies er darauf, dass Bioenergie insbesondere im ländlichen Raum zu Wertschöpfung und Beschäftigung beitragen. Etwa 50.000 Arbeitsplätze seien hier in den letzten Jahren entstanden.

Den Text der Rede finden Sie hier.

(Vgl. Meldungen vom 2005-11-04, 2005-10-07 und 2005-09-13.)

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 315 vom 2005-11-14.

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