9 November 2001

Thüringer Textilforschung legt Zusammenarbeit mit China vertraglich fest

Eingebunden in die Besuchsagenda von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Chinas Ministerpräsident unterzeichneten der Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) aus Rudolstadt (Thüringen), Dr. Horst Bürger, und der Vizepräsident der Shanghai Textil Corp. vergangene Woche in Peking einen Rahmenkooperationsvertrag. Zwei Institutsexperten werden schon im Dezember zum Ergebnisaustausch nach Shanghai reisen.

Die künftige Zusammenarbeit des TITK mit der Universität Shanghai und dem größten Textilunternehmen Chinas mit 420 Betrieben und 145.000 Beschäftigten baut sich auf seit fünf Jahren bestehendem informellen Austausch auf und soll auf ein Joint-Venture-Projekt hinauslaufen. “Es gibt Überlegungen, gemeinsame Firmen zu gründen”, erklärte Dr. Bürger, der die Absicht hat, die Institutsergebnisse aus den Bereichen nachwachsende Rohstoffe oder spezifische High-Tech-System-Fasern für technische Textilien und Funktionspolymere für die chinesische Wirtschaft zugänglich zu machen. Nicht zuletzt der Ehrgeiz der Chinesen, 2008 in Peking so genannte grüne Olympische Spiele zu veranstalten und bis dahin zumindest einen Teil ihrer Umweltprobleme zu ordnen, kommt auf diese Weise dem Institut entgegen.

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Ostthüringer Zeitung vom 2001-11-09.

Source: Ostthüringer Zeitung vom 2001-11-09.

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