14 Februar 2003

Thalheim: Qualitätsmanagement auch im Forstbereich immer wichtiger

Auf die wachsende Bedeutung eines umfassenden Qualitätsmanagements für den Forstbereich hat Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, vergangene Woche (1. Februar) auf der Jahresversammlung der Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege in Ebendorf (Sachsen Anhalt) hingewiesen.

Als zweitgrößter Landnutzer erzeuge die Forstwirtschaft den wichtigsten nachwachsenden Rohstoff und liefere die Grundlage für die heimische holzverarbeitende Wirtschaft. Zudem erfüllten Wälder wichtige Schutz und Erholungsfunktionen. Mit steigenden gesellschaftlichen Ansprüchen auch an die Qualität der forstwirtschaftlichen Produktion, werde ein den gesamten Produktionsprozess umfassendes Qualitätsmanagement und dessen Dokumentation nach außen immer wichtiger, so der Staatssekretär. Das gelte besonders für den Einsatz von Forsttechnik, denn die meisten Arbeiten im Wald seien Holzerntearbeiten. Das Gütezeichen der Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege sei ein gutes Beispiel dafür, wie z.B. im Bereich der Holzrückung für Transparenz gesorgt werden könne.

Thalheim ermunterte die Gütegemeinschaft, den eingeschlagene Weg weiter zu verfolgen. Solche Gütezeichen ermöglichten es, die Markttransparenz zu verbessern und sich als Dienstleistungsanbieter durch überwachte Qualitätsmerkmale von den Wettbewerbern abzusetzen. Welcher Anbieter sich letztlich durchsetze, entscheide der Markt, so der Staatssekretär. Die Bundesregierung begrüße alle Maßnahmen, die zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beitrügen. Dazu gehöre auch ein umfassendes Qualitätsmanagement. Nachhaltigkeit schließe dabei die Komponenten Wirtschaftlichkeit, Umweltschonung und Sozialverträglichkeit ein. Das Bundesverbraucherministerium fördere entsprechende Aktivitäten z.B. im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” oder über die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe durch Maßnahmen zur Stärkung der Holzverwendung.

Source: BMVEL-Informationen vom 2003-02-07.

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