28 November 2002

Thalheim legt in Sachsen Grundstein für Biokraftstoff-Anlage

Neue Technik birgt großes Potenzial als alternative Energiequelle

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Dr. Gerald Thalheim, legte heute im sächsischen Freiberg den Grundstein für eine neue Anlage zur Produktion von Biokraftstoffen. Die Anlage wird aus Bundesmitteln gefördert. “Dieses neue System zur Herstellung von Biokraftstoff ermöglicht eine sinnvolle Verwertung von Biomasse. Damit können diese Anlagen zum Klimaschutz beitragen und einen Einkommensbeitrag für die ländlichen Räume leisten”, erklärte Thalheim. “Positiv hervorzuheben ist, dass bei dieser Anlage neue Wege gemeinsam mit der Autoindustie beschritten werden.”

Bei der Anlage handelt es sich um eine Pilotanlage, die das so genannte CARBO-Vergasungsverfahren verwendet. Dieses Verfahren stellt synthetische Biokraftstoffe (Sunfuels) her, indem es Biomasse, insbesondere organische Abfälle, in Gas umwandelt, das anschließend unter großem Druck zu Kraftstoff umgeformt wird. Durch das Verfahren wird die im Naturzustand relativ geringe Energiedichte der Biomasse erhöht, so dass die regional anfallende Biomasse in zentralen Anlagen zu Kraftstoff weiterverarbeitet werden kann.

Die so gewonnenen Biokraftstoffe werden nach heutigem Kenntnisstand folgende Besonderheiten aufweisen:

  • eine hohe erzielbare Kraftstoffqualität (schwefel- und aromatenfrei);
  • ein entsprechendes Emissionsreduktionspotential in der Anwendung;
  • die Weiternutzung der bisherigen Infrastruktur und Motorentechnik.

Der Einsatz erneuerbarer Energie als Fahrzeugtreibstoff ist eine Möglichkeit, die immer noch zu hohen Emissionen des Verkehrs zu reduzieren. Derzeit hat bereits die Nutzung von naturbelassenem Pflanzenöl in umgebauten Motoren Bedeutung erlangt und Biodiesel ist der einzige erneuerbare Fahrzeugtreibstoff mit einer spürbaren Marktbedeutung.

Die Bundesregierung hat mit der erweiterten Befreiung biogener Rein- und Mischkraftstoffe von der Mineralölsteuer einen wesentlichen Schritt in Richtung eines verstärkten Einsatzes dieser Kraftstoffe getan.

(Vgl. Meldung vom 2002-10-02.)

Source: BMVEL-Pressemitteilung vom 2002-11-28.

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