22 September 2003

Thalheim: Holzenergie stärker für nachhaltige Energieversorgung nutzen

Staatssekretär eröffnet Kongressmesse Holzenergie in Augsburg

Energie aus Holz spielt bei der Nutzung erneuerbarer Energien eine wichtige Rolle und sollte noch stärker für eine nachhaltige Energieversorgung genutzt werden. Darauf hat der Parlamentarische Staatssekretär in Bundesverbraucherministerium Dr. Gerald Thalheim heute anlässlich der Eröffnung der Kongressmesse Holzenergie in Augsburg hingewiesen.

Die Vorzüge von Holz als Energieträger lägen auf der Hand: Sein energetisches Potenzial sei beträchtlich, es wachse ständig nach und biete die Möglichkeit, einen Teil des Energiebedarfes ohne Treibhauseffekt oder Endlagerprobleme im geschlossenen Kreislauf zu decken. Seine Nutzung als Energieträger schaffe zudem Arbeitsplätze und trage zum wirtschaftlichen Wachstum bei, so der Staatssekretär. Die Bundesregierung messe der Stromerzeugung aus Holz große Bedeutung bei und habe die Bedingungen hierfür mit der letzten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) deutlich verbessert. Inzwischen würden bereits die ersten großen Kraftwerke vor allem auf der Basis von Alt- und Gebrauchtholz in Betrieb genommen.

Während die Nutzungsmöglichkeiten von Holzresten und -abfällen bereits weitgehend ausgeschöpft seien, werde Schwach- und Restholz aus dem Wald mangels Wirtschaftlichkeit bisher nur zu einem Bruchteil genutzt. Zur Mobilisierung dieses Potenzials müssten sowohl die technischen Verfahren für Ernte, Aufbereitung, Transport und Lagerung als auch die ökonomischen Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. Dies sei auch ein Punkt bei derzeit diskutierten Weiterentwicklung des EEG. Weitere noch nicht ansatzweise ausgeschöpfte Potentiale sehe er im Anbau schnell wachsender Baumarten auf ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen, so Thalheim. Projekte zur Holzenergiegewinnung könnten nur dann wirtschaftlich realisiert werden, wenn sie neben dem Strom auch die Wärme sinnvoll nutzten. Die Koppelung von Kraft- und Wärmeerzeugung nutze den Energiegehalt der Biomasse deutlich besser und trage zum Umwelt und Klimaschutz bei.

Thalheim erinnerte daran, dass die Holznutzung im Wärmesektor durch das “Marktanreizprogramm erneuerbare Energie” seit 1999 erheblich ausgeweitet worden sei. Die Bioenergieanlagen, darunter zum größten Teil moderne Holzenergieanlagen, seien bisher insgesamt mit rund 76 Millionen Euro gefördert worden. Die Bundesregierung werde dieses erfolgreiche Programm fortführen.

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 236 vom 2003-09-18.

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