18 Dezember 2015

Teva baut modernste Biotechanlage

Standort Ulm wird für den Konzern zur Biotech-Drehscheibe

Der weltweit tätige Arzneimittelkonzern Teva baut seine Biotechanlage zur Herstellung biotechnologischer Wirkstoffe der modernsten Generation am deutschen Standort in Ulm massiv aus. Damit wird Ulm für Teva zur Drehscheibe seiner Biotechaktivitäten. Das Investment umfasst einen höheren dreistelligen Millionenbetrag. Zusätzlich zu den Produktions-Neubauten werden auch Support-Funktionen wie Qualitätskontrolle, Verwaltung und Infrastruktur geschaffen. Insgesamt ist ein Ausbau von bis zu 300 neuen Arbeitsplätzen vorgesehen. Teva tätigt mit dieser Entscheidung in Ulm die größte Einzelinvestition weltweit in einen Standort.

Dass der Konzern sich entschieden hat, den Neubau einer Produktionsanlage zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen an den deutschen Standort zu vergeben, „verdanken wir vor allem dem bereits bei uns in Ulm vorhandenen Know-How auf dem Gebiet dieser biotechnologischen Produktionstechnik sowie dem Umstand, dass die Ulmer Niederlassung mit ihrer komplett alle Bereiche abdeckenden Struktur generell einen starken Standort innerhalb der Teva darstellt“, betont Dr. med. Markus Leyck Dieken, General Manager der Teva in Deutschland. Am Ulmer Standort befindet sich schon eine Biotechanlage, aus der in den letzten sechs Jahren bereits vier biotechnologisch hergestellte Arzneimittel zur Marktreife gebracht wurden. „Mit der neuen Anlage, die einen Quantensprung gegenüber der bisherigen darstellt, sowohl was das bauliche Ausmaß als auch das produzierte Volumen anbelangt, wird der Ulmer Standort innerhalb der globalen Teva zu der Biotech-Drehscheibe. Mit unserem Qualitätsvorsprung entwickelt sich der deutsche Standort damit immer mehr zum High-Tech-Standort der Teva“, so Dr. med. Markus Leyck Dieken.

Schaffung neuer qualifizierter und attraktiver Arbeitsplätze

Aktuell laufen die Planungsvorbereitungen hinsichtlich der Baumaßnahmen und vor allem der Prozesstechnik. Denn die Prozesstechnik biotechnologischer Herstellungsanlage ist sehr diffizil und wird individuell auf das definierte Produktportfolio zugeschnitten. Der Beginn der baulichen Maßnahmen erfolgt im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2016. Gerechnet wird mit einer etwa zweijährigen Bauzeit. Mit der Erweiterung verbunden, ist auch ein Ausbau von bis zu 300 neuen qualifizierten und attraktiven Arbeitsplätzen. Das betrifft neben der biotechnologischen Produktion auch die Bereiche Qualitätskontrolle und Verwaltung. Erste neue Stellen werden bereits im Laufe des Jahres 2016 besetzt.

Herstellung modernster biotechnologischer Wirkstoffe

Die Investitionen umfassen den Neubau mit Produktionsanlagen zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen aus tierischen Zellkulturen sowie Support Funktionen wie Qualitätskontrolle, Verwaltung und Infrastruktur. „Mit diesem Investment sichert sich der Konzern den am stärksten wachsenden Zukunftsmarkt für Arzneimittel und unterstreicht mit dieser Entscheidung die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts“, so Dr. Hermann Allgaier, Geschäftsführer der Biotec in Ulm. „Süddeutschland und speziell die Region Ulm/Oberschwaben hat sich zu einem weltweiten biotechnologischen Zentrum entwickelt“, so Dr. Allgaier. Teva ist mit der neuen biotechnologischen Produktion in der Lage, monoklonale Antikörper, für eine Vielzahl von Indikationen am Standort Ulm herzustellen. Monoklonale Antikörper stellen innerhalb der Biopharmazeutika den größten Wachstumsmarkt dar. „Wobei es unabhängig ist, ob es sich um innovative Wirkstoffe oder biotechnologisch hergestellte Nachahmerprodukte, den sogenannten Biosimilars, handelt. Hergestellt werden, kann und wird Beides“, betont Dr. Allgaier. In der bereits bestehenden Produktionsanlage stellt Teva biotechnologische Wirkstoffe der ersten Generation her.

Biotechnologika: wachsender Zukunftsmarkt bei Arzneimitteln

Seit Einführung der ersten Biopharmazeutika vor über 30 Jahren hat sich die medizinische Biotechnologie besonders in Deutschland als wichtiger Wirtschaftsfaktor etabliert, mit steigenden Umsätzen – 2014: rund 7,5 Milliarden Euro – und inzwischen über 37.000 meist hoch qualifizierten Arbeitsplätzen1. Waren es in Deutschland im Jahr 2005 noch 155 zugelassene Biopharmazeutika, betrug die Zahl in 2014 bereits 226. Damit hat sich der Marktanteil am gesamten Pharmamarkt von 12 auf 22 Prozent fast verdoppelt1. Der weltweite Umsatz mit Biopharmazeutika betrug 2013 mehr als 140 Milliarden US-Dollar2, dabei stammen fünf der zehn umsatzstärksten Medikamente aus der Biotechnologie3. Bezogen auf die Produktion von Biopharmazeutika hat Deutschland mit 23 produzierten und in der EU zugelassenen biopharmazeutischen Wirkstoffen die Spitzenposition in Europa inne1. Es besteht kein Zweifel, dass Biopharmazeutika die Zukunft gehört.

1 Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2015, BCG/vfa bio
2 Walsh G. (2014) Nature Biotechnology 32: 992–1000
3 IMS Health (2014)Top 20 Global Products 2013

Source: Teva GmbH, Pressemitteilung, 2015-12-09.

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