7 März 2003

Tabak in der Maispfeife

Rauchen wie Popeye und Huckleberry Finn? Die Stars der Jugendliteratur sollen ihren Tabak mit einer cob-pipe aus dicken Maiskolben geraucht haben. Umweltfreundlich sind sie auf jeden Fall. Statt Holz für das Endstück werden Maisspindeln verwendet. Das gibt das Deutsche Maiskomitee (DMK) in einer Meldung bekannt.

Auf die Idee, Maispfeifen herzustellen und zu verkaufen, soll der holländische Einwanderer Henry Tippe Mitte des 19. Jahrhunderts gekommen sein. In Zusammenarbeit mit einem Chemiker entwickelte er eine Lackierung, die die Raucheigenschaften verbesserte.

Diese Pfeifen stellt heute nur noch Missouri Meerschaum her und sie sind im Vergleich zu Holzpfeifen relativ preisgünstig, heißt es in der DMK-Veröffentlichung. Nach Angaben des Herstellers ist es nicht nötig die Pfeife einzurauchen, da der Mais das Kondensat besser aufnehme als jede Kohleschicht. Die ersten Füllungen könnten etwas nach Mais schmecken, was aber je nach Geschmack als angenehm empfunden werde. Pflege bräuchten die Pfeifen im Prinzip keine. Gut soll es sein, sie eine Woche liegen und richtig austrocknen zu lassen. Da die Pfeifen sehr porös sind und mehr Feuchtigkeit als Holz aufnehmen, sollten sie auch länger trocknen.

Die einfachen Maispfeifen sollen auch in deutschen Tabak-Pfeifenläden zu kaufen sein – zumindest die einfache Variante „Legend“. Ansonsten findet man auf den Internetseiten unter http://www.corncobpipe.com/ und http://www.keepsmilin.com/pipe.html eine Bestellmöglichkeit für amerikanische cob-pipes.

© DMK 2003

Source: Pressemitteilung des Deutschen Maiskomitees (DMK) vom 2003-03-05.

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