10 August 2004

Synthetische Biokraftstoffe: Symposium in Wolfsburg zeigt Sachstand und Perspektiven

Kraftstoffe aus fester Biomasse stehen im Zentrum einer Fachtagung, die das Verbraucherschutzministerium gemeinsam mit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), der Volkswagen AG und DaimlerChrysler am 3. und 4. November 2004 in der Autovision in Wolfsburg veranstalten. Von der Biomassevergasung bis hin zur Erzeugung von Kraftstoffen aus dem Synthesegas werden die verschiedenen Technologien vorgestellt und bezüglich ihrer Zukunftschancen bewertet.

Mit der Neufassung des Mineralölsteuergesetzes und der bis 2009 verlängerten Mineralölsteuerbefreiung stehen Biokraftstoffe stärker im Zentrum des öffentlichen Interesses denn je. Die Produktionskapazitäten für Biodiesel in Deutschland wachsen stetig und Bioethanol ist in aller Munde. Eine besonders vielversprechende Alternative sind jedoch synthetische Kraftstoffe. Auch Biomass-to-Liquid (BTL) – Kraftstoffe genannt, nutzen sie Biomasse nicht nur weitaus effektiver als alle anderen Varianten. Die neuen Umwandlungstechnologien bieten außerdem erstmals die Möglichkeit, den Kraftstoff ganz nach den Erfordernissen des Motors maßzuschneidern.

Bundesministerin Renate Künast und Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner nutzen die Veranstaltung, um deutlich zu machen, wie groß das politische Interesse an den biogenen Designerkraftstoffen ist. Positionieren werden sich auch der Naturschutz, die Automobil- und die Mineralölindustrie. Dem wegweisenden politischen Auftakt am 3. November schließen sich zwei umfangreiche Sessionen zum wissenschaftlichen Stand an.

Von der Biomassevergasung bis hin zur Erzeugung von Kraftstoffen aus dem Synthesegas werden die verschiedenen Technologien und Verfahren vorgestellt, an denen in Deutschland und international gearbeitet wird. Experten aus Landwirtschaft, Forschung und Industrie geben aber auch einen Überblick darüber, wie synthetische Kraftstoffe aus ökologischer, wirtschaftlicher und landwirtschaftlicher Sicht bewertet werden und äußern sich zu den Potenzialen.

Detaillierte Informationen zur Veranstaltung, die gegen eine Tagungsgebühr von 100 Euro allen Interessierten offen steht, gibt es unter www.fnr.de/btl-symposium. Für die Teilnahme ist die vorherige Anmeldung im Internet sowie die Überweisung der Teilnahmegebühr Voraussetzung.

(Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2004-11-03.)

Source: Pressemitteilung der FNR vom 2004-08-10.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email