3 Juni 2005

Südstärke investiert 30 Millionen in Biodieselanlage

Riesenprojekt verspricht über 30 neue Arbeitsplätze

Der Aufsichtsrat der Schrobenhausener Südstärke will mehr als 30 Millionen € für den Aufbau einer Biodieselanlage investieren. Geschäftsführer Richard Lenk plant hier 30 bis 35 neue Arbeitsplätze ein.

Laut Lenk ist die Planungsphase des Projektes schon weitest gehend abgeschlossen. Kleinere Genehmigungshürden müssten noch mit dem Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen und der Stadt Schrobenhausen abgeklärt werden. Wenn alles ohne Widerstände läuft, so Lenk, könne bereits im August mit dem Bau der Anlage begonnen werden. “Ich könnte mir vorstellen, dass wir bis Ende 2006 produktionsbereit wären”, so die Prognose.

Die Südstärke plant eine Produktion von 100.000 Tonnen Biodiesel jährlich. Hierbei fielen als spekulative Sekundärrohstoffe rund 10.000 Tonnen Pharmglycerin z.B. für die Kosmetikindustrie und ca. 40.000 Tonnen Rapspressboden für die Futtermittelverwertung an. Lenk hofft, möglichst viel Raps aus der näheren Region zu beziehen und mit dem Projekt auch einen verstärkten Rapsanbau im Umland initiieren zu können, denn ca. 68.000 Tonnen Raps würden schon im ersten Produktionsjahr zur Verarbeitung kommen. Die Südstärke rechnet allerdings mit 100.000 Jahrestonnen Rapsöl im Zukauf.

Lenk sieht in der Biodieselanlage kein wirtschaftliches Risiko. Die künftig vorgegebene gesetzliche Beimischungspflicht von Biodiesel zum herkömmlichen Sprit macht den Standort in der Nähe zu den Ingolstädter Raffinerien auch ökonomisch interessant. Außerdem sei Schrobenhausen erst die zweite RME-Anlage in Bayern. Die bisher einzige Anlage, so Lenk, stehe in Ochsenfurt bei Würzburg. “Für uns macht die Investition nur am Standort Schrobenhausen Sinn”, sagt Lenk und setzt auf die Synergieeffekte mit der derzeitigen Stärkeproduktion. Ein Teil des bisherigen Personals könne auch in der Biodieselanlage eingesetzt werden. Für die neue Produktionslinie sollen weitere 30 bis 35 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

(Vgl. Meldung vom 2005-05-27.)

Source: Donaukurier Online vom 2005-06-02.

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