21 Januar 2015

Studie analysiert Bioökonomie-Politik der G7

Bioökonomierat sieht Chancen für neue Wirtschaftsstrategien

e571548340

© Bioökonomierat

 

Die führenden Industrienationen haben sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bioökonomie positioniert. Die Bioökonomie wird nicht nur mit einer ökologischen Transformation, sondern auch mit wirtschaftlichen Chancen verbunden. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Vorsitzende des Bioökonomierates, Prof. Dr. Joachim von Braun, auf dem Global Forum for Food and Agriculture am 15. Januar in Berlin vorgestellt hat.

„Weltweit hat die Zahl und der Umfang politischer Maßnahmen zur Bioökonomie in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Die G7 sollten sich nun systematisch über ihre Maßnahmen austauschen und gemeinsam vorangehen“, so von Braun. Während Deutschland, die USA und Japan auf umfassende staatliche Förderprogrammen zur Bioökonomie setzen, verfolgen Italien und Kanada einen pragmatischen Weg und lassen die Industrie vorangehen. Großbritannien zielt mit seiner Förderung darauf, neue Industrie- und Dienstleistungssektoren mit Hilfe der Biowissenschaften zu entwickeln. Frankreich fördert die Bioökonomie mit Umweltgesetzen und stimuliert so den Aufbau eines grünen Chemieund Energiesektors.

Großangelegte Programme der EU (FP7, Horizon 2020) haben dazu geführt, dass auch Nationalstaaten über die G7 hinaus eigene Bioökonomieprogramme entwickelt haben. „Es ist zu begrüßen, dass die führenden Industrienationen den strategischen Wert der Bioökonomie erkannt haben. Die meisten Programme verlaufen jedoch unkoordiniert und beziehen sich nur auf das eigene Land. Damit die Bioökonomie ihr volles Potential entfalten kann, benötigen wir internationale Kooperation“, so die Ratsvorsitzende Prof. Christine Lang.

 

Weitere Informationen

– Studie “Bioeconomy Policy – Bioeconomy Policy Synopsis and Analysis of Strategies in the G7

Source: Bioökonomierat, Pressemitteilung, 2015-01-15.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email