30 März 2010

Stoffliche Verwertung von Kohlenhydraten in Deutschland

Studie stellt Daten aus der Industrie zur Verfügung

Die ECO SYS Gesellschaft für Analytik und Projektmanagement mbH legt jetzt detaillierte Daten zur Kohlenhydrat-Verwertung in Deutschland vor. Erfasst wurden Produktmengen von Zucker, Stärke- und Chemiezellstoffen, die in dieser Qualität und Belastbarkeit bislang nicht zur Verfügung standen.

Die Ende 2009 durchgeführte Untersuchung wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. als Projektträger gefördert. Für Marktakteure und Politik steht damit eine wertvolle Entscheidungshilfe für Investitionen und Fördermaßnahmen zur Verfügung.

Die Analyse der Stoffströme von Zucker-, Stärke- und Zelluloseprodukten über die Jahre 2006 bis 2009 zeigt eindeutig, dass die Rohstoffbasis für die stoffliche Nutzung von Kohlenhydraten in Deutschland ausgesprochen günstig ist. Die seit Jahren anfallenden hohen Getreideüberschüsse werden nur zu einem geringen Prozentsatz industriell verwertet, ähnliches gilt für den Zuckerrübenanbau. So nutzte die chemische Industrie hierzulande im Jahr 2008 rund 136.000 Tonnen inländischen Zucker (kristalline Saccharose, Dicksaft) und rund 886.000 Tonnen einheimische Stärke (native und modifizierte Stärke, Stärkehydrolysate, Glucose, Zuckeralkohole). Darüber hinaus wurden große Mengen an zuckerbasierten Zwischen- und Endprodukten importiert.

Die Studie verdeutlicht so nicht zuletzt die großen Potenziale, die für die einheimische Landwirtschaft in der Produktion nachwachsender Rohstoffe für die chemische Industrie liegen.

Die Studie “Stoffliche Verwertung von Kohlenhydraten in der Bundesrepublik Deutschland” der ECO SYS GmbH steht unter dem Förderkennzeichen 22018709 auf www.fnr.de zum Download bereit.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Pressemitteilung, 2010-03-30.

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