27 Oktober 2009

Stoffliche Nutzung von Lignin in der Bioraffinerie

Gülzower Fachgespräche Band 31 erschienen

Unter dem Begriff der Bioraffinerie werden momentan massive Anstrengungen unternommen, integrierte Systeme für die chemisch-technische Nutzung von Biomasse zu generieren. So beschreibt auch der Aktionsplan der Bundesregierung zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe die Bioraffinerien als eines der wesentlichen zu entwickelnden Handlungsfelder.

titel_367-gf-31-lignin.jpgDie Lignocellulose-Bioraffinerie, also die Auftrennung und separate Verwertung verholzter Biomassen, zählt hier sicher zu den aussichtsreichen Ansätzen. Bereits heute werden erhebliche Mengen an Ligninsulfonaten aus der Papierproduktion höher veredelt.

Für die Umsetzung der aktuellen Forschungsansätze, die auf die Gewinnung aller drei hauptsächlichen Holzbestandteile Cellulose, Hemicellulosen und Lignin fokussieren, ist die stoffliche, sprich wertschöpfende Verwendung des Lignins aus ökonomischen Gründen unerlässlich. Dem stehen jedoch zahlreiche Hemmnisse und eine unzureichende technische Entwicklung der Ligninkonversion und Ligninmodifikation gegenüber.

Um den aktuellen Stand in Forschung und Entwicklung sowie den anstehenden Handlungsbedarf bei der Ligninverwertung zu diskutieren, führte die FNR am 10. März 2009 in Berlin ein entsprechendes Expertengespräch durch. 12 Beiträge sowie die Zusammenfassung der Diskussion sind jetzt im Band 31 der Schriftenreihe “Gülzower Fachgespräche” erschienen. Der Band kann kostenlos in der Mediathek der FNR bestellt oder heruntergeladen werden.

Weitere Informationen
Stoffliche Nutzung von Lignin in der Bioraffinerie, Gülzower Fachgespräche, Band 31. In der Mediathek der FNR kostenlos herunterladen (PDF-Dokument, 6,7 MB) oder bestellen.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2009-10-26.

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