14 Juli 2000

Stiftung Warentest testet Hanflimonaden

Im Rahmen eines Test von 38 “bunten Brausen”, “Limos mit neuem Geschmack” und “Designer Drinks” testete die Stiftung Warentest (Berlin) auch die Hanflimonaden Hemp, Swiss Cannabis Drink und Cannabium. Sowohl bei Hemp als auch bei Swiss Cannabis Drink konnten die Tester kein THC nachweisen. Cannabium überschreitet nach Angaben der Stiftung Warentest den zulässigen THC-Richtwert um das 40fache. Trotz dieser Überschreitung sei der “Grenzwert” von 0,001 bis 0,002 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht allerdings nicht erreichbar und ein Rausch oder auch nur ein sanfter Kick ausgeschlossen. Der Hersteller Margon Brunnen GmbH habe aufgrund der hohen THC-Werte das Getränk aus dem Handel genommen. Dieser Darstellung wird seitens des Herstellers jedoch widersprochen. Der Geschäftsführer des Getränkegroßhändlers Vifra, der an der Entwicklung von Cannabium beteiligt war, stellte gegenüber der Leipziger Volkszeitung klar, dass es Cannabium auch weiterhin geben werde. Die Vorräte reichten bis Ende des Jahres. Richtig sei, dass der Hersteller Margon Brunnen die Produktion eingestellt habe, um sein Image als Mineralbrunnen nicht zu gefährden. Auch sei die Jahresnachfrage mit 150.000 Flaschen weit hinter der Rentabilitätsgrenze von 500.000 Flaschen zurückgeblieben. Sollte Margon Brunnen als Produzent wegfallen, will der Großhändler das Nischenprodukt bei einem anderen Hersteller produzieren lassen.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 14.07.00, Test – Stiftung Warentest Juli 2000.

Source: Leipziger Volkszeitung vom 14.07.00, Test - Stiftung Warentest Juli 2000.

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