7 Mai 2001

Steigende Ölpreise treiben regenerative Energien voran

Das Entwicklungstempo für Wasser- und Windkraft sowie Photovoltaik und Biomasse-Energie ist laut Norbert Allnoch, dem Leiter des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) Münster, stark von der Entwicklung der Ölpreise abhängig. Allnoch stellte im Rahmen der Wissenschafts-Pressekonferenz am vergangenen Montag in Bonn fest, dass erneuerbare Energien für den Verbraucher auch langfristig vergleichbar teuer bleiben: “Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif.” Dennoch sehen die Experten keine Alternative zum weiteren Ausbau der regenerativen Energien.

Obwohl schon ein deutlicher Anstieg allein von 1998 nach 1999 in der Erzeugung regenerativer Energien von rund 27 Mrd. kWh auf 31 Mrd. kWh aufgrund höherer Nutzung aus Wind- und Wasserenergie und im Jahr 2000 ein erwirtschafteter Umsatz von 15 Mrd. Mark zu verzeichnen war, funktioniere die Umsetzung von Forschung in die Praxis noch nicht wie beispielsweise in Japan oder USA. Nur ein rechtzeitiger Einstieg in diesen Bereich sichere “die Arbeitsplätze von morgen”, wofür auch von staatlicher Seite viel Starthilfe geboten sollte.

NRW gilt als die “bedeutendste Energieregion Europas”, wo die Landesregierung nach Angaben von Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW seit 1989 bereits ca 900 Millionen Mark an Fördermitteln für rund 42.000 Energieprojekte zur Verfügung stellte. Daraus resultierten weitere Investitionen von ca. 4,5 Milliarden Mark.

Die Europäische Union (EU) plant die Verdopppelung des Einsatzes von regenerativen Energien bis zum Jahr 2010. Allnoch sieht die regenerativen Energien auf weltweitem Vormarsch, und die steigenden Ölpreise geben lediglich einen kleinen Vorgeschmack auf die Zeit, wo das Ölzeitalter einmal endgültig zu Ende geht. Inzwischen konkurrieren verschiedene Modelle erneuerbarer Energien nebeneinander, wobei in Deutschland die Wasserkraft noch vorrangig ist, gefolgt von Windkraft, Elektrizität aus Sonnenenergie (Photovoltaik) und Biomassenutzung.

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Pressemitteilung IWR vom 07.05.2001, wissenschaft-online vom 08.05.2001.

Source: Pressemitteilung IWR vom 07.05.2001, wissenschaft-online vom 08.05.2001.

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