15 März 2009

Steiermark: Biomasseverwerter fordern Bewirtschaftungspflicht für Waldbesitzer

Bergeprämien für Wurzelholz und Astwerk sollen Holzernte vergrößern

Um sich auch weiterhin genug Nachschub beim Rohstoff Holz zu sichern, fordern Biomasse-Verwerter aus dem waldreichsten Bundesland Österreichs, der Steiermark, Unterstützung von der Landesregierung. Wie die “Kleine Zeitung” berichtet, haben Verwertungsfirmen wie Komptech (Frohnleiten) oder KWB (St. Margarethen) ein Konzept vorgelegt, nach dem Waldbesitzer verpflichtet werden sollen, die Wälder zu bewirtschaften. Damit sich das auszahlt, soll es Bergeprämien für Wurzelholz und Astwerk geben.

Komptech-Chef Josef Heissenberger weiß auch schon, wie man die Prämie bezahlen könnte: Die Ökostrom-Förderung gehöre umgestellt. Denn sie wird derzeit auch dann bezahlt, wenn erstklassiges Holz zur Energiegewinnung dient. Das sei unerwünscht und verstärke die Konkurrenz um die Holznutzung. Tatsächlich hat vor allem die Papierindustrie den Biomasse-Boom bisher argwöhnisch verfolgt. Nun gehen die Biomasse-Verwerter in die Offensive: Die derzeit durch Biomasse erzeugte Energiemenge (21,6 Petajoule pro Jahr) könne locker mindestens verdoppelt werden, wenn sich die Politik endlich zur adäquaten Förderung entschließe. Die “Energiestrategie 2020″ der steirischen Sozialpartner ist freilich skeptischer: Maximal 15 weitere Petajoule seien in den nächsten zehn Jahren aus Biomasse verfügbar. “Und auch das nur, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden”, wie der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung (IV), Thomas Krautzer, betont.

Source: Kleine Zeitung, 2009-03-13.

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